13.12.2019 | 15:10 Uhr Oberlausitzer Original: Pfefferkuchenbier aus Kamenz

Illustration - Pfefferkuchenbier aus Kamenz
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Es ist der Renner auf dem Kamenzer Weihnachtsmarkt: Das Pfefferkuchenbier. Die Idee zu dem einzigartigen Getränk hatten ein Pfefferküchler und ein Bierfreund 2018 auf dem Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt. Beide traten mit einer Brauerei in Bautzen in Kontakt. Nach eineinhalb Jahren war die Rezeptur gefunden.

Produktion am Limit

Die Abfüllmaschine fährt am Limit, seit bei Frenzel-Bräu in Bautzen Pfefferkuchen in den Biersud bröseln. Das neu kreierte Pfefferkuchenbier sei ein Renner, so Brauereichef Tobias Frenzel. "Da verlassen die Brauerei die letzten Wochen vor Weihnachten im Schnitt so an einem Tag 20 Kästen. Und das ist bei uns schon eine große Hausnummer." Der Teigrohling ist absolut fettfrei. Weder Glasur noch Füllung gehören in den Sud. In Edelstahltanks reifen und gären die Pfefferkuchen dann gemeinsam mit einem dunklen Starkbier.

Wir arbeiten hier mit einem dunklen, kräftigen Bier, um diese Süße ein bisschen in's Malzige mit zu ziehen. Und somit eine runde, harmonische Mischung zu haben.

Tobias Frenzel Brauereichef

Wie bäckt man Pfefferkuchen für ein Bier?

Ein Mann hantiert mit einem Brett voll Pfefferkuchen
Die gebackenen Teigrohlinge reifen und gären zusammen mit Bockbier in großen Edelstahltanks. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Zwei bis drei Anläufe hat es gebraucht, dann hatte Pfefferküchler Jens Förster das richtige Maß gefunden. "Die Frage ist: Wie stark bäckt man den Pfefferkuchen, wie dick macht man den, wie lange lässt man den im Ofen?", so Förster. Auch die richtige Menge an Gewürzen musste erst abgeschmeckt werden. Zusätzlich verleihen Röstaromen dem Bier einen ganz besonderen Geschmack, meint der Pfefferküchler.

Servier-Tipp für Feinschmecker

Als "vollmundig und nicht so süß, wie man erwarten würde" beschreibt MDR SACHSEN-Reporter Milan Greulich die Bierkreation. Ein leichter Geschmack von Pfefferkuchen bleibt im Mund, "aber nicht so aufdringlich". Einen Servier-Tipp liefert Bier-Entwickler Axel Schneider: "Im besten Fall in einem Rotweinglas oder Weißweinglas und machen Sie sich dazu eine Kerze an".
Die Kamenzer tüfteln bereits an einer weiteren Kreation: Dem Würstchenbier.

Quelle: MDR/rr/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.12.2019 | 16:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Bautzen

Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2019, 15:09 Uhr

Mehr aus Bautzen, Hoyerswerda und Kamenz

Sängerinnen und Sänger des Großen Chores Hoyerswerda
Sängerinnen und Sänger des Großen Chores Hoyerswerda. Ganz vorn rechts im Bild: Chorleiterin Kerstin Lieder. Bildrechte: Großer Chor Hoyerswerda/Silke Richter

Mehr aus Sachsen

Ralf Minge und Dixie Dörner von Dynamo Dresden im Trainingslager in Spanien 3 min
Bildrechte: MDR/Ronny Maiwald

"Stand heute sind wir gut im Plan", sagt Ralf Minge, der Sportdirektor von Dynamo Dresden aus dem Trainingslager in Spanien. Er spricht von einer realistischen Chance das Ziel Klassenerhalt noch zu erreichen.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Sa 18.01.2020 16:20Uhr 03:10 min

https://www.mdr.de/sachsen/dresden/dresden-radebeul/audio-1284670.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio