03.06.2020 | 15:20 Uhr Neue E-Ladesäule in Königsbrück

Königsbrücks Bürgermeister Heiko Driesnack (links) und Enso Netz-Regionalbereichsleiter Detlef Marko (rechts) nahmen die neue E-Ladesäule am Marktplatz in Betrieb.
Königsbrücks Bürgermeister Heiko Driesnack (links) und Enso Netz-Regionalbereichsleiter Detlef Marko (rechts) nahmen die neue E-Ladesäule am Marktplatz in Betrieb. Bildrechte: ENSO/Lutz Weidler

Das Ladesäulennetz für Elektroautos in der Oberlausitz wird dichter. Nachdem der Energieversorger Enso Ende Mai eine Ladesäule in Weißenberg in Betrieb genommen hatte, hat das Unternehmen jetzt eine Stromtankstelle in Königsbrück eingeweiht. Es ist die 37. Ladesäule, die die ENSO in den Landkreisen Görlitz und Bautzen bislang ans Netz genommen hat. 10.000 Euro hat die neue Ladesäule am Königsbrücker Marktplatz gekostet. Dort könne an zwei Ladepunkten rund um die Uhr Strom gezapft werden, teilte das Unternehmen mit.

Beide Anschlüsse verfügen über eine elektrische Leistung von jeweils 22 Kilowatt. Damit könne dort beispielsweise ein E-Golf in rund dreieinhalb Stunden vollständig geladen werden. Die Säule diene aber eher zum Nachladen, beispielsweise bei einem Einkauf, teilte Enso-Sprecher Stephan Hönigschmid mit. Das Laden kostet pauschal vier Euro. Bezahlt wird per Smartphone-App oder mit einer Tankkarte. Weitere Elektro-Ladesäulen betreibt das Unternehmen unter anderem in Pulsnitz, Radeberg und in Elstra.

Zentrale Verkehrsknoten als bevorzugte Standorte

An der Stromtankstelle am Marktplatz kann die Stadtverwaltung nun auch das Elektroauto laden, dass deren Mitarbeiter bereits seit vergangenem Jahr fahren.
An der Stromtankstelle am Marktplatz kann die Stadtverwaltung nun auch das Elektroauto laden, dass deren Mitarbeiter bereits seit vergangenem Jahr fahren. Bildrechte: ENSO/Lutz Weidler

"Die Standorte für die E-Ladesäulen werden sowohl aufgrund einer Potenzialanalyse als auch auf Anfrage der Kommunen ausgesucht", erklärt Stephan Hönigschmid. In der Regel falle die Wahl auf zentrale Verkehrsknotenpunkte. Wenn sich zusätzlich Einkaufsmöglichkeiten oder kulturelle Einrichtungen im Umfeld befinden, komme ein Standort eher in Betracht. Auch die Nähe zu touristischer Infrastruktur könne ein Kriterium sein. Der Standort in Königsbrück sei wegen der verkehrsgünstigen Lage im Stadtzentrum sowie als Station an der B97 zwischen Dresden und Hoyerswerda ausgewählt worden.

Neben den Ladesäulen in der Fläche installiert das Unternehmen auch Schnellladesäulen in der Nähe von Autobahnen. Sie dienen Elektro-Autofahrern, die weite Strecken zurückzulegen haben. An diesen Säulen mit 150 Kilowatt Leistung könnte zum Beispiel ein E-Golf 100 Kilometer Reichweite in acht Minuten auftanken. Eine solche Schnelladestation soll demnächst in Stolpen in Betrieb genommen werden. Eine weitere Ladesäule mit 22 Kilowatt Leistung plant das Unternehmen am Bischofswerdaer Bahnhof zu errichten.

Quelle: MDR/mk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.06.2020 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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