Statisisches Landesamt Verdienst für Vollzeitbeschäftigte in Sachsen gestiegen

Bruttoverdienste Sachsen 2018
Im Vergleich sind die Verdienste von sächsischen Beschäftigten um rund 14 Prozent gestiegen. Bildrechte: MDR/Rainer Wolf

Vollzeitbeschäftigte in Sachsen verdienten im April 2018 im Schnitt 3.068 Euro Brutto im Monat. Wie aus der Verdienststrukturerhebung des Statistischen Landesamtes in Kamenz hervorgeht, sind das rund 14,4 Prozent mehr als bei der letzten Erhebung im Jahr 2014.

Lehrer sind Spitzenverdiener

Demnach hätten 2018 die Beschäftigten im Bereich Erziehung und Unterricht mit durchschnittlich 4.342 Euro den höchsten Verdienst erhalten, den geringsten die Beschäftigten im Gastgewerbe mit 2.061 Euro. Allerdings seien die Verdienste im Gastgewerbe seit 2014 um 27,5 Prozent gestiegen.

Bruttoverdienste Sachsen 2018
Lehrer verdienen sachsenweit am Besten. Schlusslicht sind Beschäftigte in der Gastronomie. Bildrechte: MDR/Rainer Wolf

Sachsen erhalten häufiger Mindestlohn

Sächsische Beschäftigte seien außerdem stärker vom Mindestlohn abhängig als der bundesweite Durchschnitt. Wie das Landesamt mitteilte, ergibt der gesetzliche Mindestlohn bei 40 Wochenarbeitsstunden einen Verdienst von 1.532 Euro im Monat. In Sachsen wären dies demnach 49,9 Prozent des Durchschnittsverdienstes. Bundesweit liege dieser sogenannte Kaitz-Index bei 40,4 Prozent. Besonders vom Mindestlohn betroffen sind dem Landesamt zufolge Frauen. Ihr Anteil an allen Beschäftigungsverhältnissen zum Mindestlohn liege bei 58 Prozent.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.09.2020 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

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