13.11.2019 | 15:02 Uhr Leoparden im Liebestaumel im Zoo Hoyerswerda

Die Zusammenführung zweier China-Leoparden im Zoo Hoyerswerda ist nach zwei Wochen erfolgreich abgeschlossen. Das teilte der Tierpark mit. Demnach sind seit Ende September die beiden Raubkatzen nach und nach in einem Gehege zusammengeführt worden. Zuvor hatten sie sich bereits am sogenannten Schmusegitter kennengelernt. Zoo-Kurator Eugène Bruins hofft auf Nachwuchs. "Beide haben sich gut vertragen und auch gepaart", sagte er. Das Kennenlernen der beiden soll "teils ruhig, teils stürmisch" verlaufen sein.

Sie könnte schwanger sein. Aber sie paaren sich immer noch. Vielleicht müssen wir noch bisschen länger abwarten.

Eugène Bruins Zoo-Kurator

Oh, là, là: Pariser Neuzugang gefällt

Ein China-Leoparde blickt mit grünen Augen in die Kamera. Er lebt im Zoo Hoyerswerda.
Die Liebe fest im Blick hat der China-Leopard im Zoo Hoyerswerda. Bildrechte: MDR/TNN

Das China-Leoparden-Weibchen BaoBao war vor einem Jahr aus Paris in die Lausitz gekommen und soll sich mit Männchen San paaren. Der stammte ursprünglich aus Neuwied. Die beiden sind nach Aussage des Kurators Bruins "ein genetisch sehr wichtiges Pärchen" für die seltene Tierart.

Der Zoo hofft auf Jungtiere im nächsten Jahr, die an andere Zoos abgegeben oder irgendwann auch ausgewildert werden.

Es hat ganz lange gedauert, bis sie endlich rollig war. Dann haben wir den Sicherheitsschieber aufgemacht. Seitdem sind sie auch verliebt.

Eugène Bruins Zoo Hoyerswerda

Der Hoyerswerdaer Zoo ist einer von zwei europäischen Zoos in Europa, der Nachwuchs der seltenen China-Leoparden züchten darf. Die Empfehlung hatten die Hoyerswerdaer 2018 bekommen. Nach Zooangaben leben in freier Natur nur noch 170 bis 350 Tiere dieser Art. In Zoos sind 40 China-Leoparden zu finden.

Nestbau vor der Familienvergrößerung

Ein Bauarbeiter hilft mit, große Findlinge aufzuschichten. Die halbrunden Gesteinsbrocken wurden dem Zoo Hoyerswerda gespendet. Er baut daraus eine Höhle und Hügel im neuen Leopardengehege.
Bildrechte: MDR/TNN

Derzeit hievt ein Baukran schwere Findlinge auf das neue Leopardengehege im Zoo. Aus den Steinbrocken sollen eine Höhle und ein Hügel gebaut werden.
Das neue Leoparden-Heim kostet 165.000 Euro und wird aus Spenden, Sponsorengeldern und von Eigenmitteln des Zoos bezahlt.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - das Sachsenradio | 14.11.2019 | ab 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten

Zuletzt aktualisiert: 13. November 2019, 15:02 Uhr

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