Bärwalder See
Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt

Bergbaufolgen Lausitz: Bergbausanierer investiert in Bootsanleger und Wasseraufbereitung

Bärwalder See
Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) wird in diesem Jahr mehr als 20 Millionen Euro in der Oberlausitz investieren. Wie die LMBV mitteilte, soll das Geld für den Strukturwandel im ehemaligen DDR-Braunkohletagebau ausgegeben werden. So will der Bergbausanierer in der Gemeinde Spreetal an der sächsisch-brandenburgischen Grenze eine dritte Wasserbehandlungsanlage bauen. Damit soll die Wasserqualität der Großen und Kleinen Spree weiter verbessert werden.

Zudem wird die Sanierung des Knappensees bei Hoyerswerda fortgesetzt. Die war wegen instabiler Böschungen gesperrt worden. Am Bärwalder See werden bis zum Sommer zwei sogenannten Rampen entstehen, wo Ausflugsschiffe anlegen können. Am Partwitzer See soll im Herbst der Bau eines Schiffsanlegers beginnen.

Bildergalerie Das Lausitzer Seenland

Durch die Flutung ehemaliger Tagebaurestlöcher im Lausitzer Braunkohlerevier soll bis 2018 Europas größte künstliche Wasserlandschaft und Deutschlands viertgrößtes Seengebiet entstehen. Hier einige Seen im Überblick.

Luftaufnahme vom Lausitzer Seenland
Das Lausitzer Seenland aus der Luft. Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Luftaufnahme vom Lausitzer Seenland
Das Lausitzer Seenland aus der Luft. Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Bernsteinsee
Bernsteinsee Fläche bei Vollstau: 482 ha Ende der Flutung: 2009 Orte in Ufernähe: Burg, Burghammer Nutzung: Speicherbecken Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Partwitzer See
Partwitzer See Fläche bei Vollstau: 1.103 ha Ende der Flutung: 2012 Ort in Ufernähe: Partwitz Nutzung: Wassersport, Hafen Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Luftaufnahme vom Knappensee im Lausitzer Seenland
Knappensee Der Knappensee ist derzeit gesperrt und wird saniert. Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Knappensee
Knappensee Fläche bei Vollstau: 264 ha Ende der Flutung: seit 1953 nutzbar Ort in Ufernähe: Knappenrode Nutzung: Hochwasserschutz, Fischerei, Wassersport, Camping Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Sabrodter See im Lausitzer Seenland
Sabrotder See Fläche bei Vollstau: 136 ha Ende der Flutung: 2015 Orte in Ufernähe: Bluno, Sabrodt Nutzung: möglicherweise Wassersport, Golfressort Bildrechte: LMBV
Scheibe See
Scheibesee Fläche bei Vollstau: 705 ha Ende der Flutung: 2012 Orte in Ufernähe: Burg, Tiegling, Riegel Nutzung: Freizeiterholung mit Badestränden Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Dreiweiberner See
Dreiweiberner See Fläche bei Vollstau: 286 ha Ende der Flutung: 2005 Orte in Ufernähe: Lohsa, Weißkollm Nutzung: Badegewässer, Angeln, Radweg um den See Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Bergener See
Bergener See Fläche bei Vollstau: 133 ha Ende der Flutung: 2015 Ort in Ufernähe: Bergen Nutzung: Teil des Naturschutzprojektes Lausitzer Seenland Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Ein Boot auf dem Bärwalder See vor einem Leuchtturm
Bärwalder See Fläche bei Vollstau: 1.299 ha Ende der Flutung: 2009 Orte in Ufernähe: Boxberg, Uhyst, Klitten Nutzung: Badegewässer, Rundweg für Radfahrer und Skater, Hafen Bildrechte: MDR/Katrin Funke
Luftaufnahme vom Berzdorfer See im Lausitzer Seenland
Berzdorfer See Der Berzdorfer See befindet sich in Ost-Sachsen inmitten des Dreiländerecks Deutschland-Polen-Tschechien. Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Berzdorfer See
Berzdorfer See Fläche bei Vollstau 960 ha: Ende der Flutung: 2012 Orte in Ufernähe: Görlitz, Jauernick-Buschbach, Schönau-Berzdorf Nutzung: Badegewässer, Segeln Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Spreetaler See
Spreetaler See Fläche bei Vollstau: 314 ha Ende der Flutung: 2015 Orte in Ufernähe: Spreetal Nutzung: möglicherweise Wassersportzentrum, Ferienanlage Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Speicherbecken Lohsa
Speicherbecken Lohsa II Fläche bei Vollstau: 1.081 ha Ende der Flutung: 2014 Ort in Ufernähe: Lohsa Nutzung: Wasserspeicher Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Der Geierswalder See im Lausitzer Seenland
Der Geierswalder See ist ein beliebter Ausflugsort. Hier dürfen auch Motorboote fahren. Bildrechte: LMBV/Peter Radke
Geierswalder See
Geierswalder See Fläche bei Vollstau: 642 ha Ende der Flutung: 2012 Orte in Ufernähe: Geierswalde, Tätzschwitz Nutzung: Baden, Wandern, Rad- und Wanderwege um den See, Caravaning, Wassersport Bildrechte: LMBV/Peter Radke
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Bund zahlt Soforthilfe für Strukturwandel

Der Bund will den ostdeutschen Braunkohleländern in diesem Jahr 150 Millionen Euro als Soforthilfe für den Strukturwandel zahlen. Das habe die Bundesregierung zugesagt, bestätigte die sächsische Staatskanzlei. Das Geld ist demnach für schnell realisierbare Maßnahmen gedacht. Dazu sollen Projekte zur Stärkung des Handwerks, die Unterstützung von Existenzgründungen und die Erprobung digitaler Technologien gehören. Bis 2021 will der Bund insgesamt 1,5 Milliarden Euro für den Strukturwandel in den deutschen Braunkohleregionen ausgeben. Das reicht nach Ansicht der betroffenen Bundesländer aber nicht aus.

Unterdessen hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer bei einem Gespräch im Kanzleramt dafür geworben, Straßen und Bahnverbindungen in den Braunkohleregionen zügig auszubauen. "Die heutigen Kohleregionen sollen sich zu Innovationsregionen entwickeln", sagte Kretschmer am Donnerstag.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - das Sachsenradio | 03.01.2019 | ab 06:00 Uhr in den landesweiten Nachrichten

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Zuletzt aktualisiert: 03. Januar 2019, 14:23 Uhr

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