Zwei Hände halten eine geöffnete kleine weiße Kugel in die Kamera, in der viele als winzige braune Punkte Schlupfwespen zu erkennen sind.
In einer Zellulosekugel befinden sich viele kleine Schlupfwespen. Bildrechte: MDR/Marie-Kristin Landes

06.09.2019 | 08:36 Uhr Landwirte in Kamenz setzen auf biologischen Ernteschutz

Zwei Hände halten eine geöffnete kleine weiße Kugel in die Kamera, in der viele als winzige braune Punkte Schlupfwespen zu erkennen sind.
In einer Zellulosekugel befinden sich viele kleine Schlupfwespen. Bildrechte: MDR/Marie-Kristin Landes

Einer der schlimmsten Schädlinge für Mais ist der Maiszünsler. Die Raupen dieses kleinen Schmetterlings durchbohren die Pflanze, die dadurch abknickt, was für die Bauern Ernteausfälle mit sich bringt. Um nicht mit der Chemiekeule gegen den Parasiten vorgehen zu müssen, versuchen es Landwirte von der Agrargenossenschaft Liebenau bei Kamenz mit biologischem Pflanzenschutz.

Sie setzen auf Schlupfwespen. Diese werden in kleinen Zellulosekugeln von Drohnen aus der Luft über den Feldern verteilt. Die Kugeln brechen auf, setzen die Schlupfwespen frei, die dem Maiszünsler dann auf natürliche Art und Weise den Garaus machen sollen. Denn die kleinen Insekten ernähren sich vom Eigelege der Maiszünsler, wie Agrardrohnen-Pilot Axel Weckschmied erklärt.

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Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 05.09.2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. September 2019, 08:36 Uhr

1 Kommentar

kennemich vor 10 Wochen

Bei diesen Monokulturen glaube ich nicht, dass das nur damit geht.

Der Ansatz stimmt nur wie soll es bei den riesigen Flächen funktionieren?

Wenn ein paar Flächen weiter mit den angeblich "guten Mitteln" gesprüht wird.

Es gab schon einige Berichte im Fernsehen von Biobauern, die sich wunderten wo und wie die "guten Mittel" auf ihre Flächen kamen.

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