Stau auf der A9 in Richtung Sueden.
Ein Autofahrer hat einen zehn Kilometer langen Stau auf der A4 zwischen Dresden und Görlitz ausgelöst. (Symbolfoto) Bildrechte: imago/Frank Sorge

15.07.2019 | 15:43 Uhr | Update Tank leer: 43-Jähriger soll Kosten für Polizeieinsatz auf Autobahn übernehmen

Stau auf der A9 in Richtung Sueden.
Ein Autofahrer hat einen zehn Kilometer langen Stau auf der A4 zwischen Dresden und Görlitz ausgelöst. (Symbolfoto) Bildrechte: imago/Frank Sorge

Ein Mann, der sein liegengebliebenes Auto über die Autobahn 4 in Sachsen geschoben hat, kommt mit einem Verwarnungsgeld davon. Wie die Polizei in Görlitz am Montag mitteilte, muss er wohl für den Polizeieinsatz aufkommen. Ein - in der Regel höheres - Bußgeld muss der Autofahrer, der am Samstag mit leerem Tank liegenblieb und einen zehn Kilometer langen Stau auslöste, den Angaben zufolge nicht zahlen.

Solange er nicht dagegen vorgehe, müsse der Fahrer die Kosten für den Einsatz tragen, sagte ein Polizeisprecher. Außerdem habe der 43-Jährige ein Verwarnungsgeld in Höhe von 25 Euro gezahlt.

Fahrer schiebt Auto durch einspurige Baustelle

Der Fahrer hatte sein liegengebliebenes Fahrzeug kurzerhand weitergeschoben. Hätte der Mann das nicht gemacht, wäre das Auto an der einspurigen Stelle ein Unfallrisiko gewesen, so die Polizei. Außerdem habe der Mann mit dem Wegschieben möglicherweise einen noch längeren Stau verhindert.

Hunderte Autofahrer waren am Samstag im Schritttempo hinter dem 43-Jährigen hergefahren. Währenddessen hatte sich der Beifahrer von einem anderen Autofahrer zu einer in der Nähe gelegenen Raststätte mitnehmen lassen, um Sprit zu holen. Laut Polizei dauerte es etwa eine Stunde, bis der Stau aufgelöst war.

Quelle: MDR/dpa/ms

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.07.2019 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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16 Kommentare

17.07.2019 14:21 Sylter 16

@16.07.2019 09:34 Nobody
"Immer die Anderen" benutzen Sie doch gerade. Einspurige Baustelle, keine Ausweiche. Meinen Sie, wenn3 schieben fährt der Wagen 50 oder 60 ?
Der Fahrer hat das Tanken verpennt und den Stau ausgelöst. Ganz einfache Kiste.

16.07.2019 09:34 Nobody 15

Jemand dahinter oder 2 oder 3 hätten ja mal mit schieben helfen können. So nur den Mann dumm machen und wegen so einer Sache genervt sein. Unverständlich! Aber das ist Deutschland, immer sind es die anderen und jeder ist sich selbst der Nächste.

16.07.2019 06:28 Der Schlichter 14

@Obergscheitle@ Nomen est Omen. Erst den Bericht lesen, dann äußern. Mehr muss zu Ihrem Kommentar nicht gesagt werden.

15.07.2019 23:03 Thomas F 13

Also: wir standen im Stau! Ca 500m hinter dem Verursacher! Mehr als 1 1/4 Stunden! Das Auto wurde erst an den Rand der einspurigen Baustelle geschoben als die Polizei ankam. Die hat die anderen Autofahrer langsam an dem liegengebliebenen vorbeigeleitet! Platz war (knapp) da! Hätte er direkt Platz gemacht - und nicht versucht den Wagen zu schieben sondern stattdessen einen hilfsbereiten Abschlepper zur nächsten tanke gesucht- wären wir wohl nach 15 Minuten weitergekommen. Ich finde, er sollte ein saftiges Bußgeld bekommen! Hätte es hinter ihm einen medizinischen Notfall gegeben hätte man kaum helfen können! Unverantwortlich und eine Zeitverschwendung sondergleichen für mehrere hundert Autofahrer!

15.07.2019 21:59 Nachdenker 12

Werter Herr Horn,
Ein Abschleppseil bringt in der Situation wenig, da es recht ungewöhnlich wäre mit einen Abschleppseil den Vordermann in die richtige Richtung zu ziehen.
In einer einspurigen Baustelle kann nun mal auch keiner vorbei fahren.

15.07.2019 21:58 Mediator 11

Kuriose Geschichte.

Das Verwarngeld erfolgte völlig zu recht, denn wer mit leerem Tank auf der Autobahn liegenbleibt und die Verkehrssicherheit gefährdet, der begeht zumindestens eine Ordnungswidrigkeit. Der Mann hätte ja auch auf der linken Spur liegenbleiben können, während der Verkehr mit 120 rechts an ihm vorbeischießt und es hinter ihm einen Auffahrunfall gibt.

@Martin S. Horn(1): Ein Abschleppseil hätte in der geschilderten Situation nicht geholfen: Vorne kein Auto mehr vorhanden, links und rechts feste Begrenzungen die man nicht eben abmontiert und dahinter der Stau auf der einspurigen Fahrbahn.

15.07.2019 21:47 Nessiarius 10

Ihr müsst schon mal lesen. EINSPURIG! Ein Abschleppseil und dann? Den Knaben rückwärts rausziehen? Wenn kein Auto vorbei kommt, dann kann ihn logischerweise auch keiner abschleppen. Selbst wenn man gewollt hätte. Polizeieinsatz zahlen lassen finde ich schwach. Klar war das fahrlässig. Aber auf so einer Strecke kann auch unvorhersehbares passieren wie ein platter Reifen.

15.07.2019 21:47 Thomas 9

Danke Robert. Wer lesen kann ist manchmal im Vorteil.

15.07.2019 21:41 Paule 8

In einspuriger Baustelle vorbeifahren? Was sind das nur für Geistesgrößen.

15.07.2019 21:36 Robert Paulson 7

Hm...
Einspurige Baustelle... Abschleppen vorschlagen und Vorbeifahrende bestrafen...

Merkt Ihr selber, oder?
Pinky und Brain

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