26.07.2019 | 07:17 Uhr Neuer Ort als Ersatz für Mühlrose entsteht in Schleife

Wegweiser nach Mühlrose und zum Tagebau.
Bildrechte: Lausitznews.de

In Schleife in der Oberlausitz wird am Freitagnachmittag der erste Spatenstich für eine neue Siedlung gesetzt. Dort sollen die Familien aus dem Ort Mühlrose angesiedelt werden, deren Häuser der Erweiterung des Braunkohletagebaus Nochten II weichen müssen. Während die meisten Bürger in Mühlrose der Umsiedlung zugestimmt haben, forderten Umweltverbände und die Initiative Serbskij Sejm erneut, den jahrhundertealte sorbischen Ort nicht abzubaggern.

Umweltverbände gegen Abbaggern von Mühlrose

Die Erschließung des neuen Wohnstandortes für die Mühlroser erfolgt im Auftrag der Lausitz Energie Kraftwerke AG (LEAG). Die Anlagen sollen, so ist vertraglich geregelt, später von der Gemeinde Schleife übernommen werden. Neben den Straßen geht es um Trink- und Abwasserleitungen, die Regenentwässerung, Gasversorgung und Straßenbeleuchtung.

Umsiedlung soll bis Ende 2024 erfolgen

Bis zum 31. Dezember 2024 sollen die Arbeiten beendet sein. Dann will die LEAG auch die Umsiedlung von Mühlrose abgeschlossen haben. Von den rund 200 Einwohnern des Trebendorfer Ortsteils will ein Großteil an dem neuen Standort in Schleife ein neues Häuschen bauen.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.07.2019 | ab 8 Uhr in den Nachrichten

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1 Kommentar

26.07.2019 08:41 Bernd 1

Ich halte zwar auch nichts davon jetzt noch Orte wegen der Braunkohle wegzubaggern. Aber hier laeuft es schon seit einiger Zeit. Die meisten Einwohner scheinen mittlerweile umziehen zu wollen. Daher was sollte ein Stop bringen denn Leuten dann zu verbieten in ein neues Haus zu ziehen? Koennte ja sein dass sich fuer manche die Wohnbedingungen verbessern. Klar man verliert ein Stueck Heimat.

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