Vor zweitem Wahlgang OB-Wahl in Hoyerswerda: Nasdala tritt nicht mehr an

Oberbürgermeister-Kandidat Dirk Nasdala
Direk Nasdala tritt am 20. September nicht mehr an. Bildrechte: privat

Mit Dirk Nasdala zieht einer der bisher fünf Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Hoyerswerda seine Bewerbung zurück. Wahlleiterin Beate Gröger bestätigt die form- und fristgemäße Rücknahme des Wahlvorschlages. Nasdala tritt somit im zweiten Wahlgang am kommenden Sonntag nicht mehr an. In der ersten Runde war Nasdala mit 10,2 Prozent Fünfter geworden.

Zur Wahl stehen demnach am Sonntag noch Torsten Ruban-Zeh von der SPD, die parteilose Dorit Baumeister, die vom Bündnis Aktives Hoyerswerda, sowie den Grünen und Linken unterstützt wird sowie Claudia Florian von der CDU und der AfD-Kandidat Marco Gbureck.

Zweiter Wahlgang Wer kandidiert bei der Oberbürgermeisterwahl in Hoyerswerda?

Diese Kandidatinnen und Kandidaten treten im zweiten Wahlgang am 20. September nochmal an. Neben den Fotos finden Sie hier die Kurzprofile der Bewerber.

Oberbürgermeister-Kandidatin Dorit Baumeister
Dorit Baumeister, Grüne, Linke und Aktives Hoyerswerda Geboren: 1963 in Lübz 
Familie: verheiratet, zwei Kinder 
Beruf: Architektin, Citymanagerin
Lebenslauf: 1968 nach Hoyerswerda gezogen, Lehre als Baufacharbeiterin, Studium an der FH Cottbus, Fachrichtung Hochbau & Denkmalschutz, nach Arbeit in Berlin und Regensburg, 1992 Gründung eines Architekturbüros in Hoyerswerda, seit 2003 Kulturaktivistin und Initiatorin von Stadtumbau und Bürgerbeteiligungsprojekten, seit 2018 zur Hälfte als Citymanagerin tätig
Schwerpunkte: Wirtschaft, Stadtumbau, Bürgerbeteiligung
Welche Aufgabe würde sie als Oberbürgermeisterin zuerst angehen?
"Die Verwaltung muss sich als Ermöglicher und Partner für die Bürgerinnen und Bürger neu aufstellen. Dafür werden neue Formate für Transparenz und neue Strukturen für Bürgerbeteiligung verpflichtend eingefügt. Die Potentiale und Kompetenzen werden damit vor Ort gebündelt um sie in die strategische Zukunftsaufstellung der Stadt einzubinden. Erste "Runde Themen-Tische" werden einberufen zu Wirtschaft, Bildung, Soziales, Sport, Tourismus und Kultur."
Bildrechte: privat
Oberbürgermeister-Kandidatin Dorit Baumeister
Dorit Baumeister, Grüne, Linke und Aktives Hoyerswerda Geboren: 1963 in Lübz 
Familie: verheiratet, zwei Kinder 
Beruf: Architektin, Citymanagerin
Lebenslauf: 1968 nach Hoyerswerda gezogen, Lehre als Baufacharbeiterin, Studium an der FH Cottbus, Fachrichtung Hochbau & Denkmalschutz, nach Arbeit in Berlin und Regensburg, 1992 Gründung eines Architekturbüros in Hoyerswerda, seit 2003 Kulturaktivistin und Initiatorin von Stadtumbau und Bürgerbeteiligungsprojekten, seit 2018 zur Hälfte als Citymanagerin tätig
Schwerpunkte: Wirtschaft, Stadtumbau, Bürgerbeteiligung
Welche Aufgabe würde sie als Oberbürgermeisterin zuerst angehen?
"Die Verwaltung muss sich als Ermöglicher und Partner für die Bürgerinnen und Bürger neu aufstellen. Dafür werden neue Formate für Transparenz und neue Strukturen für Bürgerbeteiligung verpflichtend eingefügt. Die Potentiale und Kompetenzen werden damit vor Ort gebündelt um sie in die strategische Zukunftsaufstellung der Stadt einzubinden. Erste "Runde Themen-Tische" werden einberufen zu Wirtschaft, Bildung, Soziales, Sport, Tourismus und Kultur."
Bildrechte: privat
Oberbürgermeister-Kandidat Marco Gbureck (AfD)
Marco Gbureck, AfD Geboren: 1976 in Hoyerswerda
Familie: verheiratet, drei Kinder
Beruf: Orthopädietechniker, Bäcker, Selbstständig 
Lebenslauf: seit 2009 selbstständig mit einem Sanitätshaus, seit 2010 selbstständig in Vermietung/Verpachtung
Schwerpunkte: Strukturwandel, Tourismusförderung
Welche Aufgabe würde er als Oberbürgermeister zuerst angehen?
"Ganz klar sag ich an der Stelle, dass der Strukturwandel als Erstes angepackt werden muss. Wir haben den letzten noch nicht verkraftet und stehen vor dem nächsten, welchen wir nicht verschlafen dürfen. Hoyerswerda hat dadurch 40.000 Einwohner verloren und daher sage ich, es darf kein erneutes "Weiter so" geben."
Bildrechte: privat
Claudia Florian, CDU Geboren: 1965 in Hoyerswerda
Familie: verheiratet, drei Kinder
Beruf: Geschäftsführerin des Landesverbands der Vertriebenen und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen/Schlesische Lausitz e.V.
Lebenslauf: Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, 1990 Eröffnung eines Einzelhandelsgeschäfts mit ihrem Ehemann, ab 2005 Arbeit für verschiedene Landes- und Bundestagsabgeordnete als Wahlkreismitarbeiterin, heute Geschäftsführerin des Landesverbands der Vertriebenen und Spätaussiedler
Schwerpunkte: Kommunikation und Transparenz, Stadtentwicklung
Welche Aufgabe würde sie als Oberbürgermeisterin zuerst angehen?
"Mir ist es eine Herzenssache die Bürger und die Verwaltung von Anfang an mitzunehmen. Transparenz und Kommunikation kamen in den letzten Jahren zu kurz, jedoch können wir als Stadt nur erfolgreich sein, wenn wir die Bürger an den Projekten und Veränderungen der Stadt teilhaben lassen. Dies lässt sich mit kleinen, aber wirkungsvollen Änderungen schon zu Beginn schnell verbessern. Ich möchte beispielsweise wieder einen öffentlichen OB-Kalender führen und ein Bürgertelefon mit Verbindung zum OB-Büro einrichten. Ich werde außerdem bereits mit der Erarbeitung der Strukturen der Ideenwettbewerbe und des Kinder- und Jugendparlaments sowie mit dem Runden Tisches der Ehrenämtler beginnen."
Bildrechte: privat
Oberbürgermeister-Kandidat Torsten Ruban-Zeh (SPD)
Torsten Ruban-Zeh, SPD Geboren: 1963 in Dresden
Familie: verheiratet, vier Kinder im Haushalt lebend
Beruf: Maschinen- und Anlagenmonteur, Ingenieurökonom
Lebenslauf: Ausbildung als Maschinen-und Anlagenmonteur in den Pumpenwerken Halle, Studium an der Offiziershochschule in Löbau, Ausbildung zum Militärattaché (unterbrochen aufgrund der Wende) und ab 1991 im Einzelhandel tätig, ab 2000 Leitung des Globus-Warenhauses in Hoyerswerda, später Regionalleiter für Globus in Russland, seit 2011 Geschäftsführer des AWO Kreisverbands Lausitz
Schwerpunkte: Führungsrolle Hoyerswerdas in der Region erarbeiten, Wirtschaftsförderung
Welche Aufgabe würde er als Oberbürgermeister zuerst angehen?
"Verwaltung muss den Bürgern und den Unternehmen dienen. Wir brauchen hier einen Kulturwandel im Denken und Handeln. Mit den Mitarbeitern der Verwaltung muss gemeinsam eine Zielstellung erarbeitet werden und eine tragfähige Personalstruktur, um Zukunft auch wirklich gestalten zu können. Warum? Wir müssen aus dem Modus des "Verwaltens" umschalten in die aktive Gestaltung der Region und unserer Stadt."
Bildrechte: privat
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Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.09.2020 | 12:00 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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