Männer schneiden eine Torte in Form eines Zuges an.
Zur feierlichen Vertragsunterzeichnung wurde auch eine Torte angeschnitten. Bildrechte: Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien GmbH

24.05.2019 | 15:00 Uhr "Trilex"-Züge bekommen frischen Look und fahren zwölf Jahre weiter

Männer schneiden eine Torte in Form eines Zuges an.
Zur feierlichen Vertragsunterzeichnung wurde auch eine Torte angeschnitten. Bildrechte: Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien GmbH

Die Trilexzüge rollen weitere zwölf Jahre auf dem sogenannten Ostsachsennetz. Ein entsprechender Verkehrsvertrag ist am Freitag in Bautzen unterzeichnet worden. Der neue Vertrag gilt ab Dezember. Eingesetzt werden mittelfristig ausschließlich rund 30 eigene Desiro-Triebwagen, die ab dem Jahr 2000 beschafft wurden und zuvor bei Vogtlandbahn verkehrten. Die Vogtlandbahn gehört genauso wie die Marke "Trilex" zum Unternehmen "Die Länderbahn", einem Tochterunternehmen der Italienischen Staatsbahn.

Desiro-Triebwagen sollen neuen Look erhalten

Ein Desiro-Triebwagen des Betreiber Trilex fährt in einen Bahnhof ein
Die Trilex-Züge fahren weiter, sollen aber neu lackiert werden. Bildrechte: MDR/L. Müller

Länderbahn-Geschäftsführer Wolfgang Pollety kündigte die Modernisierung der Desiro-Züge an. Damit soll der Komfort für Reisende und Pendler erhöht werden. W-Lan, moderne Zuganzeigen, Steckdosen und Tische sollen nachgerüstet werden. Außerdem werden die Züge ihr "Vogtlandbahn-Grün" verlieren und im Orange der Marke "Trilex" lackiert.

Die wenigen bisher noch von der Deutschen Bahn gemieteten Desiros werden nach Angaben eines Länderbahn-Sprechers künftig nicht mehr benötigt. Diese fuhren für den "Trilex", weil sie für den durchgehenden Verkehr ins polnische Breslau technisch ausgestattet waren. Diese Verbindung wurde jedoch auf Drängen der polnischen Seite Ende vergangenen Jahres gestrichen. Reisende müssen seither umsteigen. In Polen kommen moderne Elektro-Züge zum Einsatz.

Juristischer Streit um Vergabe

Mit der Vertragsunterzeichnung endet zugleich eine Hängepartie für die Mitarbeiter und Betreiber von "Trilex", da der endgültigen Vergabe ein juristisches Tauziehen vorausgegangenen war. Zunächst hatte die eigens gegründete Deutsche-Bahn-Tochter "Start Ostsachsen GmbH" den Zuschlag erhalten. Dieser war von der Vergabekammer Sachsen und dem Oberlandesgericht Dresden kassiert worden. Die Länderbahn GmbH hatte Widerspruch gegen den Zuschlag eingereicht.

Zum Ostsachsennetz II gehören folgende Strecken:

  • Dresden – Bautzen – Görlitz (RE1 und RB60)
  • Görlitz – Bischofswerda (Verstärkerzüge)
  • Dresden – Zittau – Liberec/Reichenberg (RE2)
  • Dresden – Zittau (RB 61)
  • Liberec/Reichenberg – Zittau – Varnsdorf – Seifhennersdorf (L7)

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.05.2019 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

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