Polizeiabsperrung
(Symbolbild) Bildrechte: imago/Hubert Jelinek

17.10.2019 | 12:31 Uhr | Update Ruhland: Fliegerbombe erfolgreich gesprengt

Polizeiabsperrung
(Symbolbild) Bildrechte: imago/Hubert Jelinek

Nach dem Fund einer 500-Kilogramm-Fliegerbombe in Ruhland in Südbrandenburg ist sie am Mittag erfolgreich gesprengt worden. Zuvor sei der Versuch, die Bombe zu entschärfen, gescheitert, hieß es.

Durch die Wucht der Sprengung sind offenbar Schäden an umliegenden Gebäuden entstanden. "Am Bahnhofsgebäude, dem Fußgängertunnel und im näheren Umfeld des Bahnhofes sind nach ersten Erkenntnissen Schäden im Bereich der Fenster zu verzeichnen. Die Oberleitungen der Bahn wurden nicht beschädigt", erklärte Landkreissprecherin Sarah Wehner in einer Mitteilung. 

Rund 2.400 Einwohner rund einen Kilometer um den Fundort der Bombe am Bahnhof mussten ihre Häuser bis heute Vormittag 8 Uhr verlassen. Anschließend durchsuchten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei den Sperrkreis, damit sich keine Personen mehr dort befinden.

Pendler aus und nach Sachsen betroffen

Der Fund der Weltkriegsbombe hat auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, kommt es auf den Linien S4 Wurzen - Leipzig - Hoyerswerda, RE 15 Dresden - Hoyerswerda und RE 18 Dresden - Cottbus zu Einschränkungen. Bereits am Mittwoch durften Züge die Gleise nahe des Fundorts nur noch langsam befahren. Am Donnerstagmorgen werden der öffentliche Nahverkehr in Ruhland und der Bahnverkehr komplett eingestellt. Von 8:00 bis 15:30 Uhr fahren Busse zwischen

  • Ruhland und Hoyerswerda
  • Ruhland und Senftenberg
  • Ortrand und Ruhland
  • Lauchhammer und Ruhland

Die Bushaltestelle für den Bahnhof Ruhland befindet sich außerhalb des Sperrkreises, in Schwarzheide, Ärztehaus.

Bereits Ende 2018 Granatenfund auf Baustelle

Auf der Baustelle am Ruhlander Bahnhof war bereits Ende 2018 eine Sprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die 15 Zentimeter lange Granate stellte sich damals allerdings als nicht scharf heraus. Anschließend durchsuchte der Kampfmittelbeseitigungsdienst mehrere Wochen das Gelände.

Quelle: MDR/lam/jr/cnj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.10.2019 | 05:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2019, 12:35 Uhr

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