Badegäste auf einer Badeinsel im Senftenberger See
Beliebtes Ziel für Sachsen, Brandenburger, Polen und Tschechen: der Senftenberger See Bildrechte: dpa

Nach Inselrutsch Sperrung am Senftenberger See aufgehoben

Wassersportler und Erholungssuchende können seit Montag wieder den Senftenberger See ohne Einschränkungen nutzen. Die Saison startet. Vorigen Herbst waren Teile einer Naturschutzinsel in den See gerutscht.

Badegäste auf einer Badeinsel im Senftenberger See
Beliebtes Ziel für Sachsen, Brandenburger, Polen und Tschechen: der Senftenberger See Bildrechte: dpa

Der Senftenberger See kann wieder uneingeschränkt touristisch genutzt werden. Der Bergbausanierer Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) teilte mit, die Sperrung im Westbereich sei am Montag aufgehoben worden. Zu Ostern beginnt dann offiziell die Saison in dem künstlich angelegten Gewässer. Im September vergangenen Jahres musste der Tagebausee im Süden Brandenburgs an der Grenze zu Sachsen gesperrt werden. An der Naturschutzinsel auf der Westseite war ein Teil der Uferböschung ins Wasser gerutscht. Möglicherweise hatten Wildschweine die Erdbewegungen ausgelöst.

Die LMBV ließ den Uferbereich der Insel seit Jahresbeginn wieder aufschütten und Treibholz vom See einsammeln. Im Herbst sind jedoch weitere Sicherungsarbeiten nötig.

Sachsen zieht es an den Senftenberger See

Von der LMBV hieß es, entlang des früheren Tagebaus Niemtsch - heute Restloch Niemtsch - stünden von 1.500 Hektar Fläche noch 800 Hektar unter ständiger Bergaufsicht. Diese Areale werden regelmäßig kontrolliert.

Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg begrüßte die Freigabe des Sees für die Badesaison und verwies auf die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Region. Der See mit einer Fläche von 1.300 Hektar entstand zwischen 1967 und 1972 durch Flutung des Tagesbaulochs Niemtsch. Er gehört zum Land Brandenburg, ist aber auch bei vielen Sachsen als Ausflugsziel beliebt und in weniger als einer Autostunde ab Dresden zu erreichen.

Der See kann zum Angeln, Paddeln, Segeln, Tauchen, Windsurfen und für Motorboot-Touren genutzt werden. Zudem gibt es mehrere Badestrände, auch für FKK-Fans und Hundebesitzer. In der Saison startet ferner ein Fahrgastschiff zu Rundfahrten. Um den See führt ein 18 Kilometer langer Weg, der bei Wanderern und Radlern beliebt ist.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 01.04.2019 | 14:00 Uhr in den landesweiten Nachrichten

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 01. April 2019, 15:58 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

1 Kommentar

01.04.2019 17:33 Ilona 1

"Ohne Einschränkungen" stimmt nur bedingt. Die nutzbare Wasserfläche für Wassersportler ist durch die neue Bojenkette (Sperrbereich Insel) extrem eingeschränkt. Der Sperrbereich um die Insel wurde im Vergleich zu den vergangenen Jahren um hunderte Meter vergrößert. Im Bereich Buchwalde wird so die Befahrung mit Segelbooten und Surfbrettern kaum möglich sein. Jedes Jahr neuer Ärger wegen fehlender oder falsch ausgelegter Bojen. Wann gibt es endlich eine vernünftige Lösung für 300 Segelboote am See?

Mehr aus Bautzen, Hoyerswerda und Kamenz

Mehr aus Sachsen