27.01.2020 | 06:06 Uhr Sorben sehen beim Kohleausstieg Chancen und Risiken

Sorbische Fähnchen
Sorbische Fähnchen. Bildrechte: MDR/Matej Zieschwauck

Die Sorben dürfen aus Sicht ihres Dachverbandes Domowina nicht zu Leidtragenden des Strukturwandels in der Lausitz werden. Man sehe im Kohleausstieg Chancen, aber auch Risiken, sagte Domowina-Chef David Statnik: "Viele Sorben befürchten, dass der Strukturwandel zu einem wirtschaftlichen Bruch führt, wie er Anfang der 1990er-Jahre schon einmal erlebt wurde."

Zum einen führe der Kohleausstieg dazu, dass keine weiteren Orte im Siedlungsgebiet der Sorben mehr verschwinden. Auf der anderen Seite gehe es um Jobs und die Wirtschaftskraft der Region. "Diese Gegend muss lebenswert bleiben", betonte Statnik.

Quelle: MDR/ma/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.07.2020 | ab 07:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2020, 06:06 Uhr

3 Kommentare

Moriarty vor 4 Wochen

@Rotti
Die einzigen die hier die Regeln des Marktes aushebeln sind die Braunkohleunternehmen. Jedes Jahr subventionieren die öffentlichen Haushalte die Braunkohleverstromung mit fast 2 Mrd. €. Rechnet man noch die vom UBA als klimaschädliche Subventionen zählenden anderweitigen Stromvergünstigungen für Großverbraucher und andere Privilegien der Braunkohleindustrie mit rein kommt man auf ca. 20 Mrd. Noch nicht mit eingerechnet sind die geschätzten Umweltschäden in Höhe von ca. 23 Mrd.€ und die Gesundheitsschäden in Höhe von ca. 3 Mrd.€ und all das jährlich. Würde man mit diesen massiven Eingriffen aufhören, wäre die Braunkohle sofort tot.

Rotti vor 4 Wochen

Ich fand es immer richtig gruselig, wenn ich in die Braunkohle musste. Mit der NVA. Und dann erfuhr man, dass der Bagger gerade ein ehemaliges Dorf wegbaggert. Es gab damals schon Probleme mit dem Grundwasser-Spiegel. Mit der Wende begriff ich aber so richtig, dass diese Tagebaue tausenden Menschen die Existenz sicherten. Der Strom aus der Braunkohle sichert heute unsere Existenz. Nun setzen Bürokraten die Gesetze der Marktwirtschaft außer Kraft und erzählen den Menschen in der Lausitz die Mär von den Arbeitsplätzen, die da nach der Kohle kommen. Das sind meist die Leute, die in Sachsen kandidieren und den Leuten erzählen, dass endlich mehr Sachsen in verantwortliche Positionen des Landes gehören. Nach der Wahl haben die das dann vergessen und holen Bayern oder andere in ihre Ministerien.
Und die wollen ausgerechnet den Kohlekumpels neue Jobs geben?

Udo vor 4 Wochen

Welche Gesundheitsschäden wurden denn eindeutig nachgewiesen?

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