13.12.2019 | 22:34 Uhr Tagebau Jänschwalde wohl erst 2020 wieder in Betrieb

Die dampfenden Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde
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Anfang 2020 könnte der Tagebau Jänschwalde wieder in Betrieb gehen. Der Energiekonzern LEAG hat noch fehlende Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung nachgereicht. Das bestätigte Wolfgang Buckwitz vom brandenburgischen Landesbergamt MDR SACHSEN. Die Unterlagen würden nun geprüft. Wie lange die Prüfung dauert und wann der Tagebau wieder geöffnet wird, sagte Buckwitz nicht. Ende November deutete sich an, dass die Bergbehörde die Umweltprüfung 2019 nicht mehr abschließen wird, berichtete die Lausitzer Rundschau.

Im September war der Tagebau per Gerichtsbeschluss vorübergehend stillgelegt worden. Grund ist eine fehlende zusätzliche Umweltverträglichkeitsprüfung, die die Leag nicht für ihren Betriebsplan vorgelegt hatte. Die Umweltverträglichkeitsprüfung gilt als Voraussetzung für den Tagebau-Weiterbetrieb. Das Verwaltungsgericht Cottbus hatte einer Klage von Umweltverbänden stattgegeben, die das Fehlen kritisierten. Umweltverbände hatten gegen den Tagebaubetrieb geklagt. Sie bemängelten unter anderem, dass die Grundwasserabsenkung für den Tagebau besonders geschützte Gebiete, wie Moore, gefährdet seien.

Vom Zwangsstopp sind 700 Mitarbeiter betroffen. Sie haben seit September Überstunden abgebaut, den Sicherheitsbetrieb aufrecht erhalten oder in anderen Betrieben der Leag gearbeitet.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.12.2019 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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