Klimawandel in der Lausitz Wassermangel: Lage an Spree und Schwarzer Elster immer dramatischer

Ausgetrocknet ist das Flussbett der Schwarzen Elster, ein Nebenfluss der Elbe.
Wie im Sommer 2019 ist die Schwarze Elster auch in diesem Jahr wieder teilweise ausgetrocknet. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Die Niedrigwasser-Situation an Spree und Schwarzer Elster spitzt sich weiter zu. Das teilte die brandenburgisch-sächsische Arbeitsgruppe "Extremsituation" nach ihrer Sitzung in dieser Woche mit. Der Regen am vergangenen Wochenende habe keine Verbesserung gebracht, hieß es. So fällt der Wasserstand der Talsperre Spremberg den Angaben zufolge derzeit täglich um vier Zentimeter, weil mehr Wasser an die Spree abgegeben werden muss als in die Talsperre fließt.

Bärwalder See hat auch zu wenig Wasser

Beim Bärwalder See ist die Situation ähnlich. Dort sind nur noch 13 Prozent des Volumens verfügbar, das abgegeben werden kann. Danach muss die Wasserentnahme den Angaben zufolge aus geotechnischen Gründen gestoppt werden. Deshalb können voraussichtlich nur noch bis September geringe Mengen Wasser aus dem See in die Spree fließen. Die für die kommenden Tage erwarteten hohen Temperaturen werden außerdem zu erhöhter Verdunstung führen. Sparsamster Umgang mit Wasser sei deshalb für alle oberstes Gebot, so die länderübergreifende Arbeitsgruppe. Der Bergbausanierer LMBV hatte bereits im Frühjahr auf die schwierige Lage an den beiden Flüssen aufmerksam gemacht. Die Lausitz mit ihren sandigen Böden und den künstlich geschaffenen Tagebaufolgelandschaften leidet besonders unter der Trockenheit, die bereits das dritte Jahr andauert. Die Schwarze Elster ist stellenweise ausgetrocknet, Angler haben den Fluss notabgefischt.

Quelle: MDR/mgr/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.08.2020 | 08:00 Uhr in den Nachrichten

1 Kommentar

Eulenspiegel vor 28 Wochen

Also ich denke da wird es mal langsam Zeit an den Bau von Regenrückhaltebecken und Speichersehen zu denken.

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