Unfall Burkau
Bildrechte: Rocci Klein

19.06.2019 | 09:55 Uhr Fotografiert, gefilmt, bestraft: Polizei stoppt Gaffer nach Unfall auf A4

Unfall Burkau
Bildrechte: Rocci Klein

Auf der A4 in Richtung Görlitz hat die Polizei Gaffer, die nach einem Unfall fotografierten oder filmten direkt zur Kasse gebeten. Wie die Polizei MDR SACHSEN sagte, wurden zwei Pkw-Fahrer gestoppt. Gegen sie werde jetzt ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Laut Bußgeldkatalog müssen sie mit 100 Euro Strafe und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Der Unfall hatte sich am Morgen kurz vor Burkau zwischen einem Lkw und einem Pkw ereignet. Zum Unfallhergang konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Verletzt wurde aber niemand. Da die Fahrzeuge beide Fahrspuren blockierten, war die Autobahn zwischen Ohorn und Burkau zwischenzeitlich voll gesperrt. Der Verkehr staute sich über mehrere Kilometer.

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Auf der Autobahn 4 ist am Mittwochmorgen ein Autofahrer auf einen Lkw aufgefahren. Der Audi wurde komplett zerstört. Während des Rettungseinsatzes zog die Polizei Gaffer zur Rechenschaft.

Unfall Burkau
Kurz nach 5.30 Uhr passierte der Unfall in Fahrtrichtung Görlitz. Bildrechte: Rocci Klein
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Kurz nach 5.30 Uhr passierte der Unfall in Fahrtrichtung Görlitz. Bildrechte: Rocci Klein
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Der Audi wurde komplett zerstört. Bildrechte: Rocci Klein
Unfall auf der A4 zwischen Ohorn und Burkau
Der Fahrer blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Bildrechte: Xcitepress/Christian Essler
Unfall Burkau
Die Fahrzeuge blockierten beide Fahrspuren, sodass die Autobahn kurzzeitig gesperrt war. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Bildrechte: Rocci Klein
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Während des Rettungseinsatzes zog die Polizei Gaffer aus dem Verkehr. Sie hatten am Unfallort mit ihrem Handy Fotos gemacht. Bildrechte: Rocci Klein
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Laut Bußgeldkatalog müssen sie mit 100 Euro Strafe und einem Punkt in Flensburg rechnen. Bildrechte: Rocci Klein
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Quelle: MDR/cnj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.06.2019 | 06:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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9 Kommentare

20.06.2019 17:36 Tassilo Reiter 9

Ich schließe mich den Kommentaren mit hoher Geldstrafe,Gefängnis und Führerscheinentzug an.Was sind das für Menschen,die soetwas auf ihrer Sensationsliste brauchen?

19.06.2019 19:55 Mustermann 8

Was hat hier der Begriff Gaffer zu suchen?

Hier muss dringend ein anderer Begriff für Gaffer (Schaulustiger - also nur die Augen einsetzend) her. Die mit Bußgeldbelegten habe ja - wie angegeben die Unfallstelle gefilmt, also nicht nur gegafft. Am Ende fahren die Leute noch an Unfallstellen vorbei, ohne Hilfe zu leisten in der irrigen Annahme das Gaffen (schauen!) ist verboten.

19.06.2019 15:32 Sachse43 7

Daumen hoch für die Polizei, allerdings finde ich 100 Euro etwas unterschwellig. Aber, der erste Schritt ist getan, klasse.

19.06.2019 14:47 Andreas Heidrich 6

1000 Euro Bußgeld, 3 Punkte in Flensburg und Sozialstunden in Form von Mitarbeit bei der Johanniter Unfallhilfe. Also zu Verkehrsunfällen mitfahren und bei der Absicherung von Unfallstellen sowie Bergung von Verletzten helfen. Das sollte genügen, um auch den letzten Gaffer zu "kurieren".

19.06.2019 13:03 Wolfgang Knittel 5

Wer in Zukunft "Läufer" ist kann auf der Autobahn oder auch der Straße keine "Gafferfotos" machen. Drei Monate Führerscheinentzug und das mit aller Konsequenz. Zu Unfällen gibt es sehr oft genug Beamte, die dann wirklich selbst filmen und fotografieren sollten. Eine Woche später dann die Rechnung - Fleppen weg! Punkt!!!!

19.06.2019 13:00 Peter W. 4

Da sollte ruhig noch eine Null mehr an die Bußgeldhöhe angefügt werden. Damit der nötige Lerneffekt auch wirklich eintritt.

19.06.2019 11:45 Patte 3

Es sollte nicht nur angedroht werden sondern auch vollzogen werden.(maximales Bußgeld)

Ich weiß das der MDR kann nix anderes Schreiben.
Aber die zuständigen Behörden bzw. Ämter sind zuständig dafür.

Nicht fotografieren ist wichtig sondern helfen bzw.den vorhanden Helfern nicht behindern.

Ihr wisst was ich meine!

19.06.2019 10:50 Max W. - "Unsere Werte" eben 2

Es wird Zeit für weitaus nachhaltigere Strafen in solchen Fällen. Ein temporäres Fahrverbot und in schwere Fällen ein Führerscheinentzug sind die einzigen Mittel, das diese Sorte P... stoppen kann.

Aber das deutsche Verkehrsrecht soll ja nicht den Verkehr regeln, sondern die Autoindustrie und den "Wähler" bei Laune halten. Sonst hätten wir längst Schweizer oder norwegische Verhältnisse. Und als Transitland Einfahrverbote...

19.06.2019 10:39 Praxis 1

Wer vorsätzlich die Rettungsmaßnahmen behindert,muss hart bestraft werden.Da reichen 100€ und ein Punkt nicht aus.Wer unbelehrbar ist,muss mit den Konsequenzen rechnen.Es ist nicht nur eine Unsitte,sondern gefährdet die öffentliche Ordnung.

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