27.04.2020 | 17:39 Uhr Urteil in Bautzen: Lebenslang nach Mord an Lebensgefährtin

Eine goldfarbene Justitia-Figur steht im Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg vor Aktenbergen.
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Für den gewaltsamen Tod einer 34-Jährigen soll ihr damaliger Lebensgefährte im Zuge einer Neuauflage des Prozesses lebenslang hinter Gitter. Eine Strafkammer des Landgerichts Görlitz verurteilte den 54-Jährigen in Bautzen wegen Mordes zur Höchststrafe, wie ein Gerichtssprecher sagte.

Die Richter folgten damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft, deren Revision der Bundesgerichtshof nach dem ersten Prozess stattgegeben hatte. Das neue Urteil ist rechtskräftig, der Angeklagte verzichtet auf Rechtsmittel. ( Az.: 13 Ks 400 Js 14400/18 )

Richter hatten Heimtücke verneint

Der gelernte Schlosser war angeklagt, "einen Menschen getötet zu haben, ohne Mörder zu sein". Nach Überzeugung der Richter hat der mehrfach wegen Gewalttaten vorbestrafte Mann am 12. Juni 2018 im Streit mit seiner Partnerin in einem Park in Zittau drei Mal mit einem Messer zugestochen. Die Frau war im Krankenhaus an den Verletzungen gestorben.

Die Verteidigung hatte auf Totschlag und unter zehn Jahre Haft plädiert. Eine andere Strafkammer des Landgerichts Görlitz hatte den Mann Anfang 2019 wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt. Er hatte vor Gericht gestanden. Die Richter hatten Heimtücke verneint, die Staatsanwaltschaft aber schon damals wegen der Arglosigkeit des Opfers auf Mord plädiert. Der Bundesgerichtshof hatte das von ihr angefochtene Urteil aufgehoben und die Sache zurückverwiesen.

Quelle: MDR/dk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.04.2020 | 18:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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