Polizeibericht War es der Wolf? Schafe bei Spohla gerissen

In der Nacht zum Sonnabend ist eine Schafherde in der Nähe von Hoyerswerda vermutlich von einem oder mehreren Wölfen angegriffen worden. Die 53 Tiere befanden sich nach Polizeiangaben auf einer Koppel zwischen Keula und Spohla. Sechs Schafe seien dabei gerissen und vier verletzt worden. Der Rest der Herde sei in die umliegenden Wälder geflüchtet. Die Polizei informierte den zuständigen Rissgutachter, der klären muss, ob der Wolf die Risse verursacht hat.

Vom Wolf getötete Schafe liegen auf einer Wiese.
In der Nacht zum Sonnabend haben vermutlich Wölfe sechs Schafe bei Hoyerswerda gerissen. Den größten Wolfsriss in diesem Jahr gab es in Förstgen bei Niesky (Foto). Bildrechte: MDR/Benno Bilk

Wolfsmanagement registriert bisher 129 Fälle in diesem Jahr

Den letzten größeren Riss bei Schafen in der Oberlausitz gab es vor einer Woche in Elstra. Dabei wurden neun Schafe getötet und zwei verletzt. Ein Wolfsübergriff ist nicht auszuschließen. Nach der aktuellen Schadensstatistik für 2018 wurden dem Wolfsmanagement in Sachsen bisher 129 Fälle von getöteten, verletzten oder vermissten Nutztieren gemeldet. In 83 Fällen war der Wolf der Verursacher oder konnte nicht ausgeschlossen werden. Dabei wurden rund 232 Tiere getötet, 50 verletzt und 28 vermisst. Der größte Wolfsriss 2018 in der Oberlausitz war der am 9. Oktober auf die Mutterschafherde der Naturschutzstation "Östliche Oberlausitz" in Förstgen zwischen Bautzen und Niesky. 56 Schafe und Ziegen wurden dabei getötet, 19 verletzt und 16 werden vermisst.

Quelle: MDR/ris

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.12.2018 | 6:30 Uhr im Polizeibericht aus dem Studio Bautzen

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Zuletzt aktualisiert: 09. Dezember 2018, 19:41 Uhr

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