Wolfswelpe
Symbolbild Bildrechte: imago/blickwinkel

15.06.2019 | 17:06 Uhr Gefundener Wolfswelpe befindet sich in Quarantäne

Wolfswelpe
Symbolbild Bildrechte: imago/blickwinkel

Der am vergangenen Montag in einem Wald bei Burkau im Landkreis Bautzen gefundene mutmaßliche Wolfswelpe ist in der Wildtier- Quarantänestation im Görlitzer Tierpark. "Er darf nicht mit Menschen in Kontakt kommen", sagte Matthias Rau von der Fachstelle Wolf des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) am Sonnabend. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung haben die Spaziergänger, denen das gut vier Wochen alte weibliche Jungtier begegnete, es angefasst und ein Foto gemacht. "Es war nur eine kurze Zeit, wir wissen nicht, wie sich das auswirkt", sagte Rau. In anderen Fällen habe es trotzdem mit der Rückkehr in die Wildnis geklappt.

Nach Angaben des Landesamtes prüfen Experten derzeit, ob es sich bei dem weiblichen Jungtier um einen Wolf oder einen Mischling aus Wolf und Hund handelt. Laut Wolfsverordnung und Bundesnaturschutzgesetz müssen solche Hybriden bis zur 3. Generation "entnommen" werden, um die Population nicht zu gefährden. "In den nächsten 14 Tagen sollte das Ergebnis vorliegen."

Jungtier war allein unterwegs

Die Spaziergänger hatten das Sächsische Wolfsmanagement alarmiert, nachdem das Jungtier winselnd auf sie zugelaufen war. Es war in die Auffangstation gebracht, versorgt und untersucht worden. Nach Angaben von Rau ist es möglich, dass die Mutter beim Umsetzen der Jungen in eine andere Höhle gestört wurde und der Nachwuchs verloren ging, oder das zunächst blind und taub geborene Tierchen flügge geworden sei.

Wölfe
Wolfswelpen kommen taub und blind zur Welt. Sie werden von der Wolfsmutter etwa drei Monate lang gesäugt. Bildrechte: IMAGO

Quelle: MDR/dpa/ms

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.06.2019 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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