08.07.2019 | 21:24 Uhr Bundesumweltministerin Schulze zu Besuch in der Lausitz

Bundesumweltministerin Svenja Schulze will Tierhalter beim Herdenschutz vor Wölfen finanziell unterstützen. Das sagte die SPD-Politikerin am Montag, als sie in der Lausitz zu Gast war und unter anderem die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf besuchte. Zugleich befürwortete sie bei dem Termin ein neues Gesetz, dass den Abschuss von Wölfen in Ausnahmefällen erlaubt: "Im Zweifelsfall, wenn ein Rudel gelernt haben sollte, Schutzmaßnahmen zu überwinden - also immer wieder Herden angreift, obwohl sie geschützt sind - dann darf man im Zweifelsfall auch das Rudel entnehmen."

Svenja Schulze (SPD), Ministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, steht in der Rochauer Heide in einem kommunalen Wald
Bildrechte: dpa

Die Schafhalter brauchen Unterstützung. Die leben am Rande ihres Existenzminimums, weil oft für die Schafe und Ziegen nicht mehr so viel Geld bezahlt wird. Denen müssen wir helfen, dass sie ihre Herden vor dem Wolf schützen können.

Svenja Schulze Bundesumweltministerin

Bei einem Termin am Morgen in Brandenburg forderte sie außerdem eine Weidetierprämie für Schäfer. Sie pflegen die Landschaften und leisten somit viel für den Naturschutz, so Schulze. Um das Geld aus dem Agrar-Etat erhalten zu können, müsse es aber Regeln geben. Ihrer Ansicht nach sollten die profitieren, die zum Naturschutz beitragen. Innerhalb der Bundesregierung gebe es aber "noch Vorbehalte" gegen die Prämie. Der Vorsitzende des Bundesverbands Berufsschäfer, Günther Czerkus, begrüßte unterdessen den Vorschlag.

Quelle: MDR/dpa/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 08.07.2019 | 19:00 Uhr

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1 Kommentar

09.07.2019 14:04 reiner202 1

Wie ist sie da hingekommen? Doch nicht etwa mit dem Auto.So verprasst sie die Steuergelder.Das Geld hätten wir besser für die CO2 Sanierung gebraucht. Aber den Leuten das Geld für die CO2 aus den Taschen ziehen ist einfacher,da erhöhen wir einfach die Spritpreise,mich betrifft es ja nicht.Bei mir bezahlt es ja der Steuerzahler

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