Ein Trilex-Zug der Länderbahn.
Bisher ist der Trilex-Zug der Länderbahn GmbH auf der Strecke unterwegs. Bildrechte: MDR/Danilo Dittrich

Regionalverkehr Eisenbahnstrecken in Ostsachsen müssen neu vergeben werden

Vor zwei Jahren waren die Eisenbahnstrecken im Dreiländereck neu ausgeschrieben worden. Die Verkehrsgesellschaft Start Ostsachsen hatte dafür im April den Zuschlag bekommen. Doch die Länderbahn legte Widerspruch ein.

Ein Trilex-Zug der Länderbahn.
Bisher ist der Trilex-Zug der Länderbahn GmbH auf der Strecke unterwegs. Bildrechte: MDR/Danilo Dittrich

Der Betrieb wichtiger regionaler Zugverbindungen in der Oberlausitz muss neu vergeben werden. Das hat der Vergabesenat des Oberlandesgerichts (OLG) Dresden am Freitag entschieden. Der bereits im vergangenen April ergangene Zuschlag an die Deutsche Bahn Tochter "Start Ostsachsen" ist damit ungültig. Der unterlegene Bieter "Die Länderbahn" hatte gegen die Vergabe Beschwerde eingelegt und bekam nun in letzter Instanz Recht. Laut OLG war "Die Länderbahn" der Meinung, dass "Start Ostsachsen" nicht die Anforderungen erfüllt, um die Bahnstrecken zu betreiben. Die Verkehrsverbünde müssen den Betrieb, unter anderem für die Strecke Dresden - Zittau - Liberec, im März neu vergeben. Der Vertrag läuft bis Dezember 2031.

Auf die Ausschreibung hatten sich genau zwei Unternehmen beworben: "Die Länderbahn", die bisher hier mit ihren Trilexzügen fährt, und die 2016 gegründete Verkehrsgesellschaft "Start Ostsachsen", eine hundertprozentige Tochter der DB Regio AG. Das Angebot der DB-Tochter sei wirtschaftlich besser gewesen, weshalb man ihr den Zuschlag erteilen wollte, berichtete eine Sprecherin des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON).

Quelle: MDR/lg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.02.2019 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2019, 20:18 Uhr

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5 Kommentare

16.02.2019 13:15 #bahn 5

Der TRILEX ist wenigstens pünktlich im gegensatz zu anderen "Privatbahnen" und außerdem hat er freundliches Personal.

16.02.2019 13:01 guenni 4

Das Problem der Privaten ist wohl eher die Bahn selbst. Zahlreiche Probleme gehen auf die Infrastruktur zurück, für die die Bahn verantwortlich ist. Wenn man sich an die Probleme im Müglitztal, Richtung Lausitz und auf der Sachsen-Franken-Strecke anschaut, wird klar, dass dort die DB Netz den Streckenunterhalt vernachlässigt. Die Lösung: DB Netz wieder in den gemeinschaftlichen Besitz zurückführen, ordentlich ausstatten und einen fairen Wettbewerb der Anbieter ermöglichen.

16.02.2019 11:44 Bahnkenner 3

Das Privatbahnen,die oft gar nicht privat sind,es nicht besser können,wie die DB Regio,das zeigt sich ja anschaulich bei der MRB zwischen Leipzig und Chemnitz,der Städtebahn Sachsen mit ihren vielen Zugausfällen,ebenso bei Abellio in Sa-Anhalt. Lieber Freistaat,die DB ist immer noch Eigentum des Staates,bitte bei Ausschreibungen nicht das eigene Tafelsilber verscherbeln. Für die Reisenden wird oft nichts besser,wenn sogenannte Private fahren.

15.02.2019 21:05 Kamenzer65 2

"Start Sachen" - Noch eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn.
Das muss nun wirklich nicht sein. Die DB ist ja inzwischen in dermaßen viele Tochterfirmen unterteilt - da weiß die rechte Hand nicht mehr, was die linke Hand macht. Und jedes DB-Unternehmen hat dann nochmal seinen eigenen Wasserkopf aus Geschäftsführung, Buchhaltung usw.

Die schreiben sich sogar gegenseitig Rechnungen innerhalb des Konzern und überweisen Geld hin und her. Was für ein Wahnsinn, was für ein Aufwand. Da muss man sich ja nicht wundern, dass dieser Konzern nicht wirtschaftlich arbeiten kann.

15.02.2019 20:44 #Bieber 1

Wenigstens mal eine vernünftige Erungenschaft. Es kann ja nicht jeder das machen, was er will!

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