Völkerverständigung Begegnungszentrum in Ostritz will Sachsen die polnische Sprache näherbringen

Sprachen lernen
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Im Internationalen Begegnungszentrum Sankt Marienthal (IBZ) in Ostritz ist am Freitag ein neues Koordinationszentrum zur Förderung der polnischen Sprache gegründet worden. Die Einrichtung soll die Verbreitung polnischer Sprachkenntnisse in Deutschland fördern.

Zunächst soll das Zentrum die bestehenden Initiativen zur Förderung der polnischen Sprache und Kultur erfassen und bekannter machen. Zudem werden Sprachkurse angeboten, zum Beispiel für Lehrer, Diplomaten oder Polizisten.

Rund 9.000 deutsche Kinder und Jugendliche lernen Polnisch

In Polen lernen derzeit 1,8 Millionen Schülerinnen und Schüler Deutsch - umgekehrt lernen hierzulande gerade mal um die 9.000 Kinder und Jugendliche Polnisch - ein Missverhältnis, dem das neue Sprachzentrum in Ostritz nun etwas entgegensetzen soll, um das Interesse an der Kultur und Sprache der Nachbarn zu wecken. Finanziert wird das Projekt vom Auswärtigen Amt und dem Freistaat Sachsen.

Das IBZ im Dreiländereck

Das IBZ wurde 1992 als Stiftung von der Zisterzienserinnenabtei Sankt Marienthal auf dem Klostergelände in Ostritz eingerichtet. Ziel der Stiftung eigenen Angaben zufolge die "Förderung der Begegnung von Menschen ohne Unterschied des Geschlechts, des Alters, der nationalen Herkunft und der Religion". Darin sieht sie ihren Beitrag zu Frieden, Versöhnung und Völkerverständigung. Zudem will die Stiftung eine Brücke zwischen Ost und West und zwischen Gegenwart und Zukunft bauen. Verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt ist ihr dabei ein besonderes Anliegen. Jedes Jahr organisiert das IBZ etwa 200 Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen.

Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal in Ostritz
Das Internationale Begegnungszentrum ist auf dem Gelände des Klosters Sankt Marienthal beheimatet. Bildrechte: MDR/Viola Simank

Quelle: MDR/KNA/cnj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.09.2020 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

1 Kommentar

part vor 6 Wochen

Eine zündente Idee, wobei ich das Sorbische vermisse, obwohl ich die historischen Hintergründe in der Region nicht kenne. Leider gibt es aber auch viele Grenzbewohner, die sich zugern völkischen Thesen eines Gröfaz zugeneigt geben und ihre Wurzeln und Verwandschaft verleugnen.

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