07.11.2019 | 11:48 Uhr LKA prüft Bekennerschreiben zu Brandanschlägen in Bautzen und Rodewisch

In der Nacht zum 5.11.2019 brannte auf dem Betriebsgelände von Hentschke Bau in Bautzen ein Bagger
Bildrechte: Lausitznews/Jens Kaczmarek

Nach den Brandanschlägen auf Hentschke Bau in Bautzen und eine weitere Baufirma in Rodewisch ist auf dem linken Szeneportal Indymedia ein Bekennerschreiben veröffentlicht worden. Die unbekannten Verfasser behaupten darin, mit dem Anschlag gegen den Bau von Gefängnissen zu protestieren. "Beide Firmen haben Aufträge zum Bau der neuen JVA in Zwickau-Marienthal angenommen und ziehen dort fleißig die neuen Knastmauern hoch", heißt es in dem Schreiben. Nachdem es im August bereits einen Angriff auf die Baustelle gegeben hatte, hätten sich die Verfasser nun dieser Aktion angeschlossen.

Echtheit des Schreibens wird geprüft

Ob das Bekennerschreiben echt ist, wird nun vom Landeskriminalamt geprüft. LKA-Sprecher Tom Bernhardt sagte MDR SACHSEN, eine Bewertung des Schreibens könne die Polizeibehörde noch nicht abgeben. Er warte noch auf die Zuarbeit der Ermittler.

Am frühen Dienstagmorgen hatten auf dem Betriebsgelände von Hentschke in Bautzen mehrere Baumaschinen gebrannt. Es entstand ein sechsstelliger Sachschaden. Fast zeitgleich brannte es in Rodewisch im Vogtland auf dem Betriebsgelände einer Baufirma. Unbekannte hatten auf dem umzäunten Gelände einen Bagger, zwei Lkw-Kipper und einen Kleintransporter in Brand gesteckt. Der Sachschaden wird auf 400.000 Euro geschätzt.

Quelle: MDR/kb/kli

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.11.2019 | 09:30 Uhr in den Nachrichten aus der Region Bautzen

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