Mitarbeiter gehen am Werkseingang vom Waggonhersteller Bombardier in Görlitz.
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25.05.2019 | 14:32 Uhr Bombardier gibt Versprechen für Görlitzer Standort ab

Mitarbeiter gehen am Werkseingang vom Waggonhersteller Bombardier in Görlitz.
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Der kanadische Schienenfahrzeughersteller Bombardier hat seinem Werk in Görlitz ein Zukunftsversprechen gegeben. Deutschlandchef Michael Fohrer sagte, der Standort Görlitz nehme als neues Kompetenzzentrum für den Wagenkasten-Rohbau eine Schlüsselrolle bei Bombardier ein. Derzeit habe das Werk mit rund 1.200 Beschäftigten eine hohe Auslastung. Zudem sind laut Fohrer bereits weitere Investitionen geplant. Der kanadische Konzern hatte vor drei Jahren Umstrukturierungen für seine deutschen Standorte angekündigt, darunter auch für Görlitz. Hier soll die Zahl der Beschäftigten auf 800 sinken.

Investitionen in Infrastruktur und Schweißtechnik

Derzeit habe das Werk eine hohe Auslastung. Parallel dazu liefen Investitionsplanungen. "Wir müssen in Infrastruktur und Schweißtechnik investieren, um das Werk wettbewerbsfähig aufzustellen", sagte Fohrer. Mit der schrittweisen Umsetzung sei im kommenden Jahr zu rechnen. Zudem diskutiere man bereits mit Gewerkschaften und Betriebsräten über die Zeit ab 2020. Der Bestands- und Kündigungsschutz bestehe bis 31. Dezember 2019.

9000. Doppelstockwagen verlässt das Werk

Werksleiter Carsten Liebig strahlt nach den bewegten Zeiten Zuversicht aus. "Wir sind optimistisch, mit dem Bombardier-Management das Werk zum Kernkompetenzzentrum für den veredelten Wagenkastenbau neu auszurichten", sagte er. Die Leistung der Görlitzer Waggonbauer beschrieb der Werksleiter mit Zahlen. "2019 hat bereits der 9000. Doppelstockwagen unser Werk verlassen, der 500. Wagen für die Israelische Staatsbahn und der 300. ICE-Wagenkasten wurden produziert", sagte Liebig.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.05.2019 | 13:00 Uhr in den Nachrichten

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5 Kommentare

26.05.2019 15:03 Lutz 5

alle bis dato angeschaffen Werte wurden und werden für ein Butterbrot verhökert , wenn Görlitz so kompetent , warum gehen Arbeitspakete nach Polen ? Der Ausverkauf guter Mitrbeiter und deren Arbeit findet langsam sein Ende .

26.05.2019 10:09 Sachse43 4

Solcherlei Bekenntnisse kenne ich aus dem Profifußball. Wenn der Präsident sein Festhalten am Trainer kund tut.
Was man nicht alles so noch am Wahltag bekundet...

25.05.2019 18:22 nordthüringer 3

WAS?!?!?! bitte sind denn heute noch versprechen wert??? und am ende heißts 'uuups,sorry,da habe ich mich doch glatt versprochen...'
so ettwas konnte man den menschen '89/'90 vorgaukeln...
mahlzeit!!!

25.05.2019 18:17 Gerd Müller 2

Traue keinem Kapitalisten!!! alles andere spare ich mir.

25.05.2019 17:10 winfried 1

Die eigentlichen Infos stecken nicht im Titel
>>Bombardier gibt Versprechen für Görlitzer Standort ab<<
sondern im Text (versteckt?)
... "Hier soll die Zahl der Beschäftigten (von 1.200) auf 800 sinken"
und
... "Der Bestands- und Kündigungsschutz bestehe bis 31. Dezember 2019" ... und danach ist Schluss ?!.

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