Schleusungen Bundespolizei greift 20 illegal eingereiste Asylsuchende in Ostsachsen auf

Beamte der Bundespolizei führen auf einem Flughafen bei einem Reisenden eine Passkontrolle durch.
Die eingeschleusten Syrer und Ägypter konnten sich mit Reisepässen ausweisen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Nach mehreren Bürgerhinweisen hat die Bundespolizei am Donnerstag in Bernstadt auf dem Eigen, Kemnitz/Oberlausitz, Schönau-Berzdorf und in Kiesdorf insgesamt 20 eingeschleuste Flüchtlinge in Gewahrsam genommen. Am frühen Morgen waren nach Angaben der Bundespolizei 18 Personen syrischer und ägyptischer Herkunft im Alter zwischen zwei und 38 Jahren aufgegriffen worden. Am Nachmittag war es ein 17-jähriger Syrer, der in einem Zug von Zittau nach Görlitz saß. Und ein 35-Jähriger aus Syrien wurde am Abend in Kiesdorf angetroffen.

Menschen wurden aus Polen eingeschleust

Die Flüchtlinge konnten sich den Angaben zufolge mit ihren Reisepässen ausweisen, verfügten aber nicht über ein Visum oder einen sogenannten Aufenthaltstitel. Ermittlungen zufolge wurden sie durch Schleuser aus Polen kommend in das Bundesgebiet gebracht. Hier stellten sie bei der Bundespolizei Asylanträge und kamen am Freitag in die Erstaufnahmeeinrichtung in Dresden.

Die Bundespolizei ermittelt nun wegen der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts. "Im Fokus der Ermittlungen stehen aber auch die Schleuser und Organisatoren dieser Tat", so ein Bundespolizist. Sachdienliche Hinweise zum Transport der Flüchtlinge über die Grenze oder einer etwaigen Abholung durch Dritte erbittet die Bundespolizeiinspektion Ebersbach unter Tel. 03586/76 020.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.09.2020 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

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