Einsatzbereit Bundeswehr verlängert Corona-Einsatz im Landkreis Görlitz

Bundeswehrsoldaten stehen in Reihe vor einer Orientierungstafel des Städtischen Klinikums Görlitz.
Bundeswehrsoldaten stehen in Reihe vor einer Orientierungstafel des Städtischen Klinikums Görlitz. Bildrechte: Landratsamt Görlitz

Im Landkreis Görlitz werden weiter Bundeswehrsoldaten in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und im Gesundheitsamt helfen. Wie Landrat Bernd Lange sagte, wird der aktuelle Corona-Hilfseinsatz bis zum 19. Februar verlängert. Allerdings stehen ab dem 16. Januar nur noch 111 statt bisher 156 Soldaten zur Verfügung.

Sie helfen unter anderem bei der Versorgung von Heimbewohnern und Krankenhauspatienten sowie bei der Kontaktnachverfolgung Corona-Infizierter. Dabei handelt es sich um Gesundheits- und Krankenpfleger, Notfallsanitäter und Krankenpflegehelfer oder Sanitätssoldaten vom Sanitätsregiment 1 des Bundeswehrstandorts Weißenfels in Sachsen-Anhalt sowie aus Berlin.

Der Soldat Dominik Leuker steht vor der Corona-Station im Bautzener Krankenhaus.
Soldatinnen und Soldaten werden auf Intensiv- und Corona-Stationen der Krankenhäuser und in Pflegeeinrichtungen eingesetzt. Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt

Detektivarbeit vom Schreibtisch aus

Seit Ende Oktober sind die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Zu Beginn unterstützten sie die Mitarbeiter im Gesundheitsamt bei der Ermittlung von Kontaktpersonen. Mitte November wurden zusätzliche Kräfte gesandt, um auch im medizinischen Bereich zu helfen.

Wir beherrschen wieder die Kontaktverfolgung tagaktuell, allerdings mit einem Kräfteaufwand, den wir auf keinen Fall dauerhaft aufrechterhalten können.

Bernd Lange Landrat Görlitz

Derzeit seien über 700 Mitarbeiter mit der Kontaktverfolgung beschäftigt. Das sei das Zehnfache des normalen Mitarbeiterstamms des Gesundheitsamtes, teilte das Landratsamt Görlitz mit.

Quelle: MDR/jc

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN-Das Sachsenradio | 12.01.2021 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

2 Kommentare

Lavendel vor 1 Wochen

Gut dass die Soldaten helfen und den Mist auslöffeln, den Coronaleugner und politische Hazadeure der Bevölkerung mit ihren Lügen und ihrem unverantwortlichen Verhalten eingebrockt haben.

Eine gesundheitliche Krise kann man eben nicht einfach negieren und so tun als gäbe es diese nicht. Populismus entlarvt sich spätestens hier als ein kindisches Wunschdenken und Realitätsverweigerung.

Mediator vor 1 Wochen

Ohne die Hilfe der Bundeswehr könnten sich einige Landkreise, insbesondere in Ostdeutschland längst in Bezug auf Corona einsargen lassen.

Schau man sich die Todeszahlen an, dann fragt man sich, wo der Unterschied zwischen ähnlich strukturierten Landkreisen in Ostdeutschland und vergleichbaren Kreisen im Westen liegt.

558 Tote bei gerade mal 252 tsd Einwohnern im Landkreis Görlitz suchen ihresgleichen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Großteil der toten nicht während der ersten Welle, als man noch nichts über das Virus wusste und es keine Schutzmaßnahmen gab, gestorben sind, sondern in der zweiten Welle, als man schon wusste wie man sich schützen kann.

Die Top-25 bei der 7-Tages Inzidenz wird von ostdeutschen Landkreisen angeführt.
Vielleicht sollten dort einmal mehr Menschen auf Fakten und Wissenschaftler, als auf rechte Rattenfänger hören, die wie Höcke die Pandiemie schon mal als beendert und Corona als eine bessere Grippe bezeichnet haben.

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