Helfende Hände Quereinsteiger mit Power am Görlitzer Klinikum

Viele Krankenhäuser in der Oberlausitz sind am Limit. Erst vor wenigen Tagen informierte das Görlitzer Klinikum via Facebook über die Lage im Haus. Darin hieß es: So eine Situation habe man noch nie erlebt. Die Einrichtung stehe an der Grenze der Möglichkeiten, die Patienten zu versorgen. Bereits vor mehr als einer Woche hatte das Klinikum einen Hilferuf gestartet, um zusätzliches Personal zu finden - mit Erfolg.

Krankenpfleger im Vollschutzanzug und im Vierenschutzkittel sind auf der Corona-Station im Städtischen Klinikum auf dem Flur zu sehen.
Das Klinikum Görlitz hat via Facebook freiwillige Helfer gesucht-mit Erfolg. Bildrechte: dpa

Seit Heiligabend unterstützen 34 zusätzliche Helfer das Personal im Görlitzer Klinikum. Wie das Klinikum mitteilte, konnte das zusätzliche Personal durch einen Facebookaufruf gewonnen werden. Zu ihren Aufgaben gehörten unter anderem Essen reichen, Tee kochen, die Zimmerreinigung oder einfach nur Gespräche mit den Patienten zu führen, teilte das Klinikum mit.

Facebookaufruf führt zum Erfolg

Mehr als 100 Menschen haben sich laut Klinikum innerhalb kürzester Zeit beworben. Unter ihnen seien Menschen in Kurzarbeit, Arbeitslose, Schüler, Rentner oder Akademiker.

Wir sind allen, die uns helfen wollen, unendlich dankbar. Die Resonanz auf den Aufruf hat uns Mut gemacht und ist ein wirklich gutes Zeichen in dieser so schwierigen Zeit.

Ulrike Holtzsch Geschäftsführerin Klinikum Görlitz

Die Helfer seien unterschiedlichen Alters. Sie hätten sich aus ganz verschiedenen Lebenssituationen heraus beworben, sagte Personalsachbearbeiterin Birgit Degenhardt. Bis auf wenige Ausnahmen werden die Hilfskräfte im Drei-Schicht-System eingesetzt. Die meisten gehen 40 Stunden pro Woche arbeiten, einige 30 Stunden. Ihr Vertrag gilt vorerst bis 28. Februar 2021.

Quelle: MDR/jc

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.12.2020 | 08:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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