Eisenbahnromantik Sanierte Löbauer Lok dampft durch die Oberlausitz

Dampflok in Löbau
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Es dampft wieder bei den Ostsächsischen Eisenbahnfreunden. Fast zwei Jahre hat es gedauert, die alte Dampflokomotive 52 8141-5 im Thüringer Lokwerk in Meiningen generalzuüberholen. Jetzt ist sie wieder betriebsbereit auf der Schiene und seit diesem Wochenende startet die mehr als 70 Jahre alte Dame wieder von ihrem Heimatbahnhof in Löbau aus zu Sonderfahrten.

Finanziert mit alten SED-Vermögen

Zuvor war die Lok bei der Hauptuntersuchung in alle Einzelteile zerlegt worden. Unter anderem untersuchten Techniker jedes tragende Bauteil auf Haarrisse. Mehr als eine Million Euro kosteten Durchsicht und Reparatur. Das nötige Geld stammt zum größten Teil aus dem freigegebenen SED-Vermögen. Außerdem hatten die Löbauer Eisenbahnfreunde Geld über Sonderfahrten und Veranstaltungen eingenommen und viele Spenden gesammelt. Dazu kamen unzählige freiwillige Arbeitsstunden der Bahnfans. Sie hatten vorher die alte Lok restauriert.

Dampflok in Löbau
Blick in den Führerstand der historischen Lok. Bildrechte: MDR SACHSENSPIEGEL

"Jeder hat einen rostigen Nagel im Kopf, hat mal einer gesagt", meint Alfred Simm von den Ostsächsischen Eisenbahnfreunden. Andere begeisterten sich für Oldtimer oder Flugzeuge, bei ihm und seinen Vereinskollegen sei es eben die Dampflok. Auf alle Fälle sei es besser, als Blödsinn zu machen, so Simm.

Inzwischen gibt es laut Simm schon etliche Anfragen aus Deutschland für den Einsatz der Lok. Aber erst einmal soll sie in der Oberlausitz vorgestellt werden. So macht sie am Sonntag eine Spritztour von Löbau über Zittau nach Großschönau. Restplätze für die Fahrt werden am Zug vergeben.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 17.10.2020 | 19:00 Uhr

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