Eine polnische Diesellok rollt mit ihren vier Personenwagen über den 475 Meter langen und 35 Meter hohen Neiße-Viadukt (Görlitzer Viadukt) zum Bahnhof der ostsächsischen Stadt Görlitz an der deutsch-polnischen Grenze
Bis Dezember 2004 verkehrten Interregio-Züge mit Bistrowagen und Diesellok an der Spitze zwischen Dresden und Breslau über Görlitz. Bildrechte: dpa

15.08.2019 | 12:52 Uhr Noch kein Zeitplan für Bahnelektrifizierung nach Görlitz

Eine polnische Diesellok rollt mit ihren vier Personenwagen über den 475 Meter langen und 35 Meter hohen Neiße-Viadukt (Görlitzer Viadukt) zum Bahnhof der ostsächsischen Stadt Görlitz an der deutsch-polnischen Grenze
Bis Dezember 2004 verkehrten Interregio-Züge mit Bistrowagen und Diesellok an der Spitze zwischen Dresden und Breslau über Görlitz. Bildrechte: dpa

Wann die angestrebte Elektrifizierung der Bahnstrecken von Dresden beziehungsweise Cottbus nach Görlitz gebaut wird, ist weiterhin unklar. Weder bei der Deutschen Bahn AG noch im Bundesverkehrsministerium wird an derartigen Projekten gearbeitet. Das ergab eine Anfrage von MDR SACHSEN.

Strukturwandel soll Oberleitung bringen

Beide verweisen auf das Strukturstärkungsgesetz Kohleregion: "Der Gesetzesentwurf zum Strukturstärkungsgesetz befindet sich noch in der Erarbeitung, so dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Einzelheiten mitgeteilt werden können." In diesem Gesetz zum Strukturwandel nach dem Kohleausstieg soll auch die Elektrifizierung der Bahnstrecken nach Görlitz festgeschrieben werden.

Seit Jahren fordern Pendler, Fernreisende, regionale Politik und Wirtschaft eine Modernisierung der Bahnstrecken. Beider Verbindungen sind traditionelle Fernverkehrsanbindung, unter anderem auch in Richtung Polen. Wegen fehlender Oberleitung fahren aktuell keine Schnellzüge. Statt dessen rollen Nahverkehrzüge, die von Verkehrsverbünden bestellt und bezahlt werden.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.08.2019 | 05:00 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2019, 12:55 Uhr

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3 Kommentare

16.08.2019 07:11 Thomas Z. 3

"Der Fernreisende fordert es"? Jener der seiner Zeit nicht mehr mitfuhr, was zur Einstellung der Linie führte? Warum waren die Triebwagen beim Überqueren der Neiße in den letzten Jahren immer leer, am falschen Motor der Lok kann es nicht gelegen haben. Die Idee eines wirtschaftlich tragbaren Fernverkehrs zwischen Dresden und Wroclaw ist eine fixe Idee des MDR und der Politik, welche der Realität widerspricht. Und für den Güterverkehr ist die Strecke ohne jede Relevanz.

15.08.2019 22:29 na so was 2

Wie jetzt ? Noch kein Zeitplan für die Elektrifizierung der Bahnstrecke nach Görlitz ? Ich denke, ich vermute richtig, dass ich vor kurzem gelesen haben, der Zeitplan zum bemannten Flug auf den Mars steht fest. Und wo liegt jetzt nun Görlitz ? 15.08.2019, 22:28

15.08.2019 18:37 Egon 1

Ohne Oberleitung gibt es keine Schnellzüge ?
Das ist ja lachhaft - oder eine typischer fakenews der steuerzahlerverwöhnten Bahnstromlobby.

Leichte und leistungsfähige Dieselloks gibt es längst am Markt. Dazu genügt ein Blick über den Zaun nach GB, wo Vossloh/Stadler-Eurolight mit 2,8 MW Motor bei nur 79 t Dienstmasse im Einsatz sind, Vmax 200 km/h. Eine Leistungssteigerung dieser Vierachser auf 3,5 MW ist geplant.

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