13.03.2020 | 16:41 Uhr Wie kommen Berufspendler über die deutsch-tschechische Grenze?

Wenn Tschechien die Grenzen in der Nacht zu Sonnabend schließt, sind auch viele sächsische Unternehmen und deren Personal aus Tschechien betroffen. Was müssen sie beachten, wie und wo kommen die Pendler über die Grenze?

Grenzkontrollen Tschechien
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Für wen gilt das Einreiseverbot nach Tschechien?

Tschechien hat insgesamt 15 Ländern weltweit zu Risikogebieten erklärt und ein 90-tägiges Einreiseverbot für deren Staatsbürger verhängt. Dazu zählt auch Deutschland. Das Verbot gilt aber auch umgekehrt: Tschechische Bürger und Ausländer mit Wohnsitz in Tschechien dürfen nicht mehr nach Deutschland reisen.

Was bedeutet die Regelung für tschechische und deutsche Pendler?

Das Ein- und Ausreiseverbot gilt nicht für Pendler im Grenzgebiet. Ihre Arbeitsstelle darf allerdings nicht weiter als 50 Kilometer von der Grenze entfernt sein. Sie müssen an der Grenze außer ihrem Personalausweis ihren gültigen Arbeitsvertrag oder eine Bestätigung ihres deutschen bzw. tschechischen Arbeitgebers vorlegen. Ein entsprechendes Formular können Berufspendler auf der Internetseite des tschechischen Innenministeriums oder bei der IHK Dresden herunterladen.

Welche Grenzübergänge sind geöffnet?

Das Einreiseverbot gilt ab Sonnabend, dem 14. März, 0 Uhr. Die Grenzübergänge nach Tschechien werden in der Nacht von Freitag auf Sonnabend geschlossen. Der Übertritt wird nur in Ausnahmefällen wie für Deutsche mit Wohnsitz in Tschechien möglich sein und nur an sieben ausgewiesenen Grenzübergängen zu Deutschland und vier zu Österreich.

Folgende Grenzübergänge von sächsischer Seite sind durchgehend geöffnet, allerdings nicht für Deutsche und Menschen aus von Tschechien zu Risikogebieten erklärten Ländern:
• Krásný Les – Breitenau (A17)
• H. Sv. Šebestiána – Reitzenhain (B174)

Grenzübergänge, die nur für bestimmte Personengruppen – wie etwa Pendler – von 5 bis 23 Uhr geöffnet sind:

• Jiříkov – Neugersdorf (S148)
• Vojtanov – Schönberg (B92)
• Cínovec – Altenberg (B170)

Wo können sich Firmen informieren?

Bei Fragen können sich betroffene Unternehmen an die Industrie- und Handelskammer in Dresden wenden. Auch die Geschäftsstelle der IHK in Zittau hilft weiter.

Quelle: MDR/vis

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio| 13.03.2020 | 14:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Bautzen

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