Gegen Rechtsradikale Kretschmer sieht in Ostritzer Friedenfest ein "klares Zeichen für Weltoffenheit"

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat das Ostritzer Friedensfest als "klares Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz" gewürdigt. "Wir müssen auch weiterhin zu Themen wie Fremdenfeindlichkeit und Extremismus im Gespräch bleiben und das demokratische Miteinander fördern", erklärte der CDU-Politiker nach einer Podiumsdiskussion bei dem Fest am Sonnabend auf Twitter.

An der Diskussion nahm auch die Vorsitzende der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Irmgard Schwaetzer, teil.

Keimzeit beim Wohnzimmerkonzert von MDR SACHSEN-ANHALT
Die Band Keimzeit ist beim Ostritzer Friedensfest dabei. Bildrechte: MDR/Saskia Lohöfer

Mit Konzerten, Diskussionen und einem bunten Programm feierte das ostsächsische Ostritz am Sonnabend sein Friedensfest. Eröffnet wurde die 7. Auflage vom sächsischen Innenminister Roland Wöller und Michael Schlitt vom Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal (IBZ). Seit 2018 veranstaltet das IBZ mit Ehrenamtlichen und der Stadt das Friedensfest als Gegenveranstaltung zu einem Rechtsrock-Festival. Auch wenn dieses in diesem Jahr wegen der Corona-Auflagen abgesagt wurde, sei es wichtig, ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit zu setzen, hieß es.

Buntes Fest und Diskussion mit Regierungschef

Auf dem Markt und auf den Straßen soll gefeiert werden - mit einem Konzert der Band Keimzeit ("Kling Klang") als Höhepunkt. Wegen Corona gelten Hygieneauflagen. Seit Jahren ist Ostritz unweit der polnischen Grenze immer wieder Schauplatz von Neonazi-Treffen, allerdings versammelte sich auch stets ein breites Bündnis dagegen.

Quelle: MDR/dpa/epd/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.09.2020 | 11:00 Uhr in de Nachrichten

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