Aus dem Polizeibericht Nach Munitionsfund: Hobbybastler sprengt sich in die Luft

Über diese Meldung kann man eigentlich nur den Kopf schütteln: Ein Mann bearbeitet in seiner Bastler-Werkstatt alte Munition und Patronenhülsen. Dann explodiert ein Teil des Funds und der Mann muss schwer verletzt ins Krankenhaus.

Fundmunition in Hobbywerkstatt.
Blick auf die Werkbank des Hobbybastlers und eine Kiste voller alter Patronenhülsen. Bildrechte: Polizei Görlitz

Ein 72 Jahre alter Mann hat sich in seiner Werkstatt in Ödernitz bei Niesky schwerst verletzt, nachdem er an alter Munition herumgesägt hatte. Laut Polizei Görlitz hatte der Mann am Dienstag mit einer Metallsäge die Fundmunition bearbeitet, die dabei explodierte. Ein Rettungswagen brachte den Rentner zur Behandlung in eine Klinik, wo er operiert werden musste. Andere Personen kamen bei der Explosion nicht zu Schaden.

Waffenteile und noch mehr Munition im Haus

Die Polizeibeamten fanden im Haus des 72-Jährigen weitere Munition und Waffenteile. Spezialisten des Landeskriminalamtes stellten die Funde sicher. Gegen den Verletzten wird nun wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Warum der Mann in Ödernitz die Patronen bearbeitet hat, müsse erst noch ermittelt werden. Bisher sei der Rentner den Polizeibehörden noch nicht aufgefallen.

Finger weg von alter Munition!

"Wir warnen davor, Waffen oder Patronen im Wald gezielt zu suchen. Und wenn man etwas findet, sollte man tunlichst die Finger davon lassen und die Polizei rufen", sagte Polizeisprecher Torsten Jahn MDR SACHSEN. Alte Munition aus Weltkriegszeiten sei auch nach 70 Jahren im Waldboden noch "höchstgefährlich".

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 05.12.2018 | 16:30 Uhr in den Nachrichten aus dem Regionalstudio Bautzen

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Zuletzt aktualisiert: 06. Dezember 2018, 11:02 Uhr

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