28.11.2019 | 08:40 Uhr Neue Gesellschaft will Oberlausitzer Mundart schützen

Mann spricht und Buchstaben kommen aus seinem Mund.
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Eine neu gegründete Gesellschaft zur Erhaltung und Förderung der Oberlausitzer Mundart will den Dialekt vor dem Vergessen bewahren. Nach Angaben von Gabriele Lang vom Lusatia Verband soll ein Netzwerk für Mundartgruppen, Mundartsprecher und Mundartschreibende entstehen. Besonders wichtig sei es, dass diese in Kindergärten und Schulen mitwirkten, um Kinder wieder für den einst so typischen Dialekt im Oberlausitzer Bergland und Zittauer Gebirge zu begeistern, so Lang. Es gelte, wieder ins Bewusstsein zu rufen, dass auch die Mundart die Verbundenheit mit und das Bekenntnis zur Oberlausitzer Heimat stärkt.

Im Rachen gerolltes "R"

Immer weniger junge Oberlausitzer sprechen mit dem Dialekt, gekennzeichnet durch das weit im hinteren Rachen gebildete und "stark gerollte R". Gesprochen wird die Mundart heute noch zwischen Bischofswerda und Zittau. Verschiedene Vereine widmen sich der Pflege der Oberlausitzer Mundart, etwa der Volkschor Wehrsdorf, die Mundartgruppe Sohland/Spree, die Volksspielkunst Thalia Jonsdorf und die Heimatgruppe "Rutkatl" aus Cunewalde oder die "Edelroller" aus Ebersbach.

Quelle: MDR/ma/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.11.2019 | ab 10 Uhr in den Nachrichten

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