08.04.2020 | 16:34 Uhr Görlitz hat die meisten Funklöcher Sachsens

Orsteingangsschild 'Steinzeit' und Ortsausgangsschlid 'DSL' auf einer Landstraße
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Die meisten Mobilfunklöcher in Sachsen gibt es im Landkreis Görlitz. Das hat eine Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Linken-Politikerin Caren Lay aus Bautzen ergeben. Demnach wurden dort 4.400 Funklöcher gezählt. Auch die Landkreise Bautzen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Nordsachsen und der Erzgebirgskreis haben teilweise deutlich mehr als 1.000 Lücken aufzuweisen.

Erhebliches Stadt-Land-Gefälle

Insgesamt wurden in Sachsen 13.000 Funklöcher über dem bewohntem Gebiet gezählt. Das entspricht 4,4 Prozent aller Mobilfunk-Rasterzellen. Im Land gibt es erhebliche Unterschiede: Während Betroffene in den Dörfern über schlechten oder gar keinen Empfang stöhnen, gelten die großen Städte Sachsens als gut versorgt.

Wie definiert man ein Funkloch? Als Funkloch gelten die Gebiete, in denen weniger als die Hälfte der Haushalte mit 3G oder 4G versorgt ist. Grund dafür sind fehlende Mobilfunkmasten.

Die Bundesregierung hatte im Herbst 2019 eine Mobilfunkstrategie verabschiedet. Bis 2024 sollen für 1,1 Milliarden Euro rund 5.000 neue Mobilfunkmasten dazukommen, um die Funklöcher zu stopfen.

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Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.04.2020 | ab 07:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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