14.11.2019 | 10:50 Uhr | Update Lebenslange Freiheitsstrafe für Mord aus Habgier

Anwalt und Angeklagter, sowie zwei Polizisten, im Gerichtssaal.
Bildrechte: Danilo Dittrich

Das Landgericht Görlitz hat am Donnerstag einen 28-jährigen Mann aus Weißwasser zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt – und zwar wegen Mordes aus Habgier. Sowohl der Staatsanwalt als auch der Verteidiger hatten das Strafmaß angesetzt. Der Mann hatte im Februar diesen Jahres einen Bekannten in dessen Wohnung umgebracht.

"Der Angeklagte wartete, bis der Rentner eingeschlafen war. Er holte sich dann zwei Messer und stach damit 19 Mal  auf den Mann ein. Der Rentner war sofort tot", sagte Richter Theo Dahm in der Urteilsbegründung. Nach der Tat hob der Angeklagte mit der EC-Karte des 69-Jährigen insgesamt 1.000 Euro ab.

Was bedeutet eine lebenslange Freiheitsstrafe? In Deutschland ist die lebenslange Freiheitsstrafe, umgangssprachlich "lebenslänglich", die höchste Strafe, die ein Gericht verhängen kann. Der Verurteilte muss auf unbestimmte Zeit ins Gefängnis, mindestens aber für 15 Jahre. Nach 15 Jahren kann die Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden.
Laut deutschem Strafgesetzbuch ist für bestimmte Delikte zwingend eine lebenslange Freiheitsstrafe vorgesehen - etwa bei Straftaten, die vorsätzlich begangen wurden und den Tod von einem Menschen zur Folge hatten.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.11.2019 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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