05.07.2020 | 17:20 Uhr Wurde Nazigold in einem niederschlesischen Schloss in Polen versteckt?

Angeblich verstecktes Nazigold sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Im vergangenen Jahr tauchte das Tagebuch eines SS-Mannes auf, das Hinweise auf einen Goldschatz in Polen geben soll. Eine Spur führt jetzt nach Niederschlesien. Eine Sensation oder wieder nur eine Spur ins Leere?

Schloss von Roztoka - Luftaufnahme
Im Schloss Roztoka in Niederschlesien soll ein Teil des mysteriösen Nazischatzes liegen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die neue Jagd nach einem angeblichen Goldschatz der Nazis hat das Tagebuch des SS-Mannes Egon Ollenhauer ins Rollen gebracht. Eine Stiftung im polnischen Opole (Oppeln) besitzt das Tagebuch mit der vermeintlich sensationellen Nachricht. Nach Angaben der Stiftung soll der mysteriöse Schatz an insgesamt elf Orten in Niederschlesien vergraben sein. 

Es geht um 300 Tonnen Gold sowie Gemälde von Rembrandt, Raffael und Dürer. Jetzt hat die Stiftung "Schlesische Brücke" eines der elf Verstecke preisgegeben. Es soll sich um ein Schloss im kleinen Dorf Roztoka in Niederschlesien handeln.

Polnische Regierung soll Echtheit prüfen

Mit der Bekanntgabe habe man die polnische Regierung zwingen wollen, eine eigene Expertise über die Echtheit des Tagebuchs anzufertigen, so Roman Furmaniak von der Stiftung. Es sei eine Schenkung einer christlichen Loge aus Quedlinburg. So habe man ihm in Deutschland zwar die Echtheit des Tagebuchs bestätigt, die Expertise liege ihm aber leider nicht vor. Nun soll die polnische Regierung selbst das Tagebuch auf Echtheit prüfen.

Quelle: MDR/kaz/vis

Dieses Thema im Programm: Heute im Osten | 20. Juni 2020 | 17:15 Uhr

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