Franziska Schubert
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31.05.2019 | 12:41 Uhr Schubert zieht Kandidatur für OB-Posten in Görlitz zurück

Franziska Schubert
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Franziska Schubert scheidet aus dem Rennen um den Posten des Oberbürgermeisters von Görlitz aus. Wie ihr Wahlkampfteam mitteilte, tritt die von den Grünen aufgestellte Kandidatin nicht im zweiten Wahlgang an. Sie sei mit einem tollen Ergebnis von 27,9 Prozent im ersten Wahlgang auf Platz 3 gelandet, erklärte Schubert in der Mitteilung. Sie beuge sich dem demokratischen Wählerwillen. "Die beiden Mitbewerber auf Platz 1 und 2 werden von den WählerInnen in den zweiten Wahlgang geschickt“, so Schubert.

Es sei den Bündnispartnern selbst überlassen, ob sie sich im Wahlkampf hinter den Kandidaten der CDU stellen werden, erklärte sie gegenüber MDR SACHSEN auf die Frage, ob und inwiefern die Grünen nun die CDU unterstützen.

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen AfD und CDU

Am Dienstag hatte bereits die linke Kandidatin Jana Lübeck ihren Verzicht erklärt und die Verhinderung eines AfD-Oberbürgermeisters als wichtigstes Ziel genannt. Der Kampf um das Amt des Oberbürgermeisters von Görlitz wird damit zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Kandidaten von CDU und AfD. Der AfD-Politiker Sebastian Wippel holte im ersten Wahlgang am 26. Mai 36,4 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen. Octavian Ursu von der CDU erzielte 30,3 Prozent. Am 16. Juni stimmen die Görlitzer erneut über ihr Stadtoberhaupt ab.

Ich rufe dazu auf, dass die Menschen am 16.6. wählen gehen. Und ich rufe dazu auf, dass sie wählen für ein weltoffenes, freundliches Görlitz als Europastadt.

Franziska Schubert

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 31.05.2019 | ab 13 Uhr in den Nachrichten

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56 Kommentare

01.06.2019 22:13 Görlitzerin 56

Durch den Rückzug der Kandidatur von Fr. Schubert bleibt mir und vielen anderen Görlitzern nur - mal sinnbildlich gesprochen - die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ich lasse mich am 16.6. gern eines Besseren belehren, aber ich denke, dass dieser Rückzug den ersten AfD-OB ermöglichen wird. Die Schuld daran trägt Hr. Ursu, der eben nicht am Wohl der Stadt interessiert war als er vorschnell einen Rückzug seiner Kandidatur ausschloss sondern nur - typisch CDU- an sein eigenes Wohl dachte. Fr. Schubert wäre eine realistische Gegenkandidatin für Hr. Wippel gewesen mit reelen Gewinnchancen und der absolut notwendigen Kompetenz für das Amt des OB. Ich werde keinen Berufstrompeter zum OB meiner Stadt wählen.

01.06.2019 20:26 Kirchenmitglied 55

Bernd L. (54), für die AfD beten? Ja, wo ist da das Problem? Es geht im Gebet darum, dass die Mitglieder und Leiter dieser Partei zur Wahrheit finden. Dazu gehört u.a., dass man eben mal nicht so denkt, wie Herr Wippel.
Was das mit Herrn Kretschmer zu tun haben soll, erschließt sich mir allerdings nicht. Ich muss ihn nicht fragen, wofür ich beten soll und ich bin auch nicht in seiner Partei.

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01.06.2019 19:39 Bernd L. 54

Kirchenmitglied,
ihre Interpretation ist gewollter Unsinn.
Wenn unschuldige Menschen grobe Fehler von Politikern mit dem Leben bezahlen müssen und es keine Konsequenzen gibt, dann denkt man schon mal so.
Überraschend für mich ist, dass sie für die AfD beten wollen- habe ich doch recht verstanden oder?--
Ich befürchte, dass Herr Kretschmer die einstmal sehr stark sächsische CDU weiter nach unten reißt.

01.06.2019 16:39 Kirchenmitglied 53

@aus Dresden (52), die Aussage Wippels, "Leider hat es nicht die Verantwortlichen dieser Politik getroffen.", bedeutet im Klartext: "Ich, Herr Wippel, hätte mir gewünscht, dass bei den Terroranschlägen die Verantwortlichen der Flüchtlingskrise, also z.B. Frau Merkel, umgekommen wären." Mit anderen Worten, da wurde ein Politiker gewählt, der seinen gegnerischen Politikern den Tod wünscht. Jesus, auf den sich die AfD gerne beruft, gebietet uns im Neuen Testament etwas anderes. Er sagt, dass wir für unsere Feinde beten sollen, nicht dass wir ihnen den Tod wünschen sollen. Wo also ist der Glaube des Herrn Wippel?

01.06.2019 14:57 aus Dresden 52

@40
Mit dieser Rede sprach Wippel in drastischer Weise das Auseinanderfallen von Verursachung und Folgenlast an. Diejenigen, welche die Ursachen (Masseneinwanderuung) gesetzt haben, bleiben von den Folgen (zerbröckelnder Sicherheits- und Sozialstaat) verschont.
Die Wortwahl mag zuweilen drastisch gewesen sein, die Rede in ihrem Inhalt aber zutreffend.

@35
Aus der NS-Geschichte haben AfD-Anhänger eine sehr viel generellere Lehre gezogen: keine Dikataur und kein Extremismus, egal ob Islamismus, Faschismus oder Kommunismus u. ä.

01.06.2019 11:31 69 51

Eigentlich finde ich es schade das Frau Schubert Ihre Kandidatur zu Gunsten der CDU zurück zieht. Ich denke sie hätte eine Chance gehabt. Die Görlitzer CDU ist seit Jahren ein Haufen wo es nur um Posten geht. siehe Herr Lechner Herr Paulick usw. Herr Paulick wurde damals als OB gewählt, der eigentliche Kandidat der das Rennen machen sollte nicht. Zum Dank sollte Herr Paulick auf seinen Sitz im Kreistag verzichten, was er für Görlitz nicht tat. ab dann ging die schlamm Schlacht richtig los was ja bekanntlich zum Austritt aus der CDU führte deine Wählervereinigung wurde ja dann auch gleich als Rechts in der Öffentlichkeit eingestuft. zweites Beispiel Herr Micheal Kretschmar verliert sein Mandat an die AFD, was macht unser liebe CDU einen Wahlverlierer zum Ministerpräsidenten. Ich denke auch das Frau Schubert von der CDU unter Druck gesetzt wurde anders kann ich mir nicht erklären das die Meldung an die Presse von Herrn Ursu an die Presse gegeben wurde. CDU ist für mich Sumpf

01.06.2019 10:02 Berti 50

ach"Meine Meinung" vielleicht hätten sie, anstatt 40 jahre lang ins staatssäckel einzuzahlen, auch mal die welt anschauen sollen, damit sie verstehen, wie gut es uns geht. wenn sie unbedingt alg II beziehen möchten, wie alle, die einfach so hierher kommen, dann nur zu, ist doch so einfach und dann hält sich ihr neid zukünftig vielleicht in grenzen!!

01.06.2019 09:04 Gerald 49

Für die AfD wird es bestimmt nach dem Verzicht nicht reichen!
Aber ich könnte mir durchaus vorstellen, daß einige CDU-Wähler die vorigen Sonntag den CDU-Kandidaten gewählt haben, entweder den AfD-Kandidaten jetzt wählen oder ganz von der Stichwahl sich fernhalten und erst gar nicht nicht zur Wahl hingehen! Das Selbe passiert dann bei den Landtagswahlen! Denn Herr Kretschmer hat doch immer behauptet, daß er deutlich Bündnisse mit dem linken politischen Spektrum ausschließen tut! Da bin ich mal gespannt, wie er die CDU-Stammwähler in Sachsen das erklären beziehungsweise vermitteln möchte, warum das auf einmal in seiner Heimatstadt nicht gelten soll! Ich glaube nicht, daß dann der plötzliche Sinneswandel es Ihm und seine CDU für die Landtagswahlen helfen wird, um stärkste Kraft zu werden!

01.06.2019 08:44 colditzer 48

"Daß der "Warschauer Packt" zugrunde ging, wollen die linken nicht wahr nehmen. Als, "ex.-Ossi" drücke ich der AFD die Daumen nie Wieder DDR. 2!"

Weiß nicht, wer das geschrieben hat.
Aber ich hoffe, die AfD hat auch noch andere Wähler.
Görlitz hat es in der Hand.
Ein Richtungssignal für die Landtagswahlen.

01.06.2019 07:39 Wewo68 47

Da wird hier einigen der AFD-Wähler bewusst, wie Demokratie läuft und jammern, wenn ein Kandidat sich zugunsten eines anderen zurückzieht. Letzteres ist nicht schäbig, das ist klug.

Natürlich tut es der AFD weh, wenn in ganz Sachsen nun so ein erhoffter Erfolg gänzlich scheitert und vielen Protestwählern den Unsinn einer AFD-Stimme aufzeigt. Man verliert am Ende die Stimme der eigentlich bevorzugten Partei und damit für diese ein besseres Koalitionsgewicht. Jede Stimme für die AFD wird zur verlorenen Stimme, die in einer politischen Sackgasse enden wird.

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