Jana Lübeck
Jana Lübeck Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

28.05.2019 | 15:12 Uhr Linke verzichtet auf Rennen um OB-Posten in Görlitz

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Die OB-Kandidatin der Linken, Jana Lübeck, wird nicht zum zweiten Wahlgang um den Posten des Oberbürgermeisters in Görlitz antreten. Wie der Ortsverband mitteilte, macht Lübeck damit den Weg für die Kandidaten der Grünen und der CDU frei. Das wichtigste Ziel sei jetzt, einen AfD-Oberbürgermeister zu verhindern. "Es geht nicht um den Tagessieg, nicht um Linke, Grüne oder CDU, es geht um Görlitz, die Stadt in der wir leben, und ob sie die kommenden sieben Jahre weiter gestaltbar bleibt", so der Landtagsabgeordnete der Linken, Mirko Schultze.

Zweiter Wahlgang am 16. Juni

Am Sonntag waren die Görlitzer aufgerufen, unter vier Kandidaten ihr neues Stadtoberhaupt zu wählen. Die meisten Stimmen erhielt der AfD-Politiker Sebastian Wippel (36,4 Prozent), gefolgt vom CDU-Politiker Octavian Ursu (30,3 Prozent). An dritter Stelle kam die Kandidatin der Grünen, Franziska Schubert, mit 27,9 Prozent und weit dahinter Jana Lübeck von den Linken mit 5,5 Prozent.

Da kein Bewerber die absolute Mehrheit erreichte, muss am 16. Juni der zweite Wahlgang erfolgen. Der alte Oberbürgermeister Siegfried Deinege hatte sich nicht mehr als Bürgermeisterkandidat aufstellen lassen.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.05.2019 | 16:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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10 Kommentare

29.05.2019 22:46 Andreas Heidrich 10

Eine "echte" Demokratie muss auch einen AFD-Bürgermeister aushalten können. Da wir aber in einer "Pseudodemokratie" leben, wird so lange gewählt bis das Ergebnis aus Sicht von CDU, Grüne und Linke stimmt. Es ist einfach nur beschämend!

29.05.2019 13:52 W. Merseburger 9

Ich frage mich, mit welcher Überheblichkeit die "echten" Demokraten hier argumentieren. Und wenn die Frau Lübeck mit bisher 5,5% der Wähler auf die Stichwahl verzichtet, ist das normal, weil sie wenig Erfolgsaussichten hat. Dass aber alles getan werden muss, um den AfD Kandidaten mit bisher höchster Stimmzahl zu verhindern, ist einfach schäbig. Und diese Schäbigkeit der etablierten Parteien ist ja bei den Wahlen am Sonntag gründlich gewürdigt worden.

29.05.2019 10:43 Braumeister 8

Wie großzügig doch die.Linke ist, ehrlich.
"Es geht nicht um den Tagessieg, nicht um Linke, Grüne oder CDU, es geht um Görlitz, die Stadt in der wir leben, und ob sie die kommenden sieben Jahre weiter gestaltbar bleibt"
Warum sollten Sie mit der heimatverbundenen AfD und dessen Polizeikommissar nicht gestaltbar sein?! Und ja, es geht um Görlitz, daher lassen WIR uns nicht vorschreiben, wer zu wählen ist! Diese (SED) Zeiten sind vorbei!!!

29.05.2019 09:22 Schnibbler 7

ich denke bei kommunalwahlen entscheidet im ersten gang an sich ohnehin erstmal die "nase" und nicht die partei zugehörigkeit.
das die afd-abgewandten parteien nunmehr selbst einen polizeibeamten mit solchen methoden im ob-amt verhindern wollen können wir getrost so im raum stehen lassen. das spricht für sich selbst.
warten wir ab was passiert...

29.05.2019 08:53 bippus 6

Eigendlich normal von Demokraten,den will ich nicht,der passt mir nicht und wir unternehmen alles damit er nicht an die Macht kommt-nur unsere Partei hat den Anspruch alles richtig zu machen.Wenn man gemein waere,koennt man Fragen-wer an der Situation schuld ist?SED-Nachfolge LINKE!

29.05.2019 01:05 F Buchelt 5

Und genau so geht Demokratie nicht!
Die Görlitzer Bürger haben gewählt und favorisieren Herrn Wippel.
Bei der zweiten Wahl geht es nicht mehr darum, wer die meisten Stimmen auf sich vereint, sondern die "demokratischen" Parteien spielen das Spiel: einer muss gegen alle anderen gewinnen, wenn er Bürgermeister werden will. Und genau das hat nichts mit Demokratie zu tun.
Wenn Herr Ursu Bürgermeister werden sollte - mit der Unterstützung aller denkbaren Kräfte außer den AfD-Wählern - dann sollte er daran denken, dass er keinesfalls die meisten Stimmen bekommen hat. Bei der ersten Wahl wollten ihn 69,7% der Wähler NICHT ALS BÜRGERMEISTER!
Wenn er plötzlich deutlich mehr als 8077 Stimmen bekommt, dann sind es gekaufte/geschenkte Stimmen, auf die er sich absolut nicht einbilden sollte.

28.05.2019 21:52 Christian T 4

Ich bin nicht der Meinung, es müssten alle Kandidaten sich wieder zur Wahl stellen und nur dann ist es sicher,dass die Görlitzer Bürger ihren gewünschten OB bekommen und jeder hat wieder die gleichen Chancen.

28.05.2019 21:29 Skywalker 3

Görlitz hat die Wahl zwischen einem Musiker und einem Polizeikommissar. Die Frage, wer in Anbetracht der drängendsten Probleme der Stadt der geeignetere wäre, beantwortet sich damit wohl schon von selbst. Die Tatsache, dass die linksgrünen Herrschaften den Sicherheitsfachmann ablehnen, zeugt einmal mehr von der Dummheit dieser Klientel...

28.05.2019 16:48 Frank L. 2

".......und ob sie die kommenden sieben Jahre weiter gestaltbar bleibt". Ja warum sollte sie denn mit einem AfD Bürgermeister nicht gestaltbar bleiben? Sebastian Wippel wird genau so für Görlitz arbeiten wie andere auch. Hier wird ein Bedrohungsszenario aufgebaut ,was real absolut nicht existiert. Da habe ich schon mehr Bedenken wenn die Grünen an die Macht kommen, und ihre Träumereien umsetzen wollen.

28.05.2019 16:39 Andreas Heidrich 1

Die einzig richtige Entscheidung.

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