09.10.2019 | 15:19 Uhr | Update Rechte Kampfsportveranstaltung in Ostritz bleibt untersagt

Das Verwaltungsgericht Dresden hat in einem Eilverfahren das Verbot der rechtsextremistischen Kampfsportveranstaltung "Kampf der Nibelungen" bestätigt. Ein Eilantrag des Veranstalters gegen ein Verbot durch die Stadt sei abgelehnt worden, teilte das Gericht am Mittwoch mit.

Gefahr für öffentliche Sicherheit

Die Stadt Ostritz hatte die Kampfsportveranstaltung untersagt, weil eine "Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung" ausgehe. Nach Auffassung der Stadt habe die Veranstaltung keinen Sportcharakter, sondern diene der rechtsextremen Kampfertüchtigung.

Das Gericht teilte diese Einschätzung. In der Begründung hieß es, dass die Veranstaltung der "Schaffung eines Zusammengehörigkeitsgefühls und der gegenseitigen Bestärkung im politischen Kampf gegen das hassenswerte System der freiheitlichen demokratischen Grundordnung" dienen solle. Die Kammer gehe jedoch nicht von einer "konkreten Gefahr" der Veranstaltung für die Allgemeinheit aus. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

Quelle: MDR/ms/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.10.2019 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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