Riesenkänguru Jungtiere
Endlich angekommen: Die Grauen Riesenkängurus hoppeln seit Freitag durch ihr neues Haus. Bildrechte: MDR/Uwe Walter

Tierischer Umzug Tierpark Görlitz: Riesenkängurus bekommen ein neues Zuhause

Die Riesenkängurus im Gölitzer Naturschutz-Tierpark hoppeln seit dem Freitagmorgen in ihrem neuen Zuhause umher. Doch bis Tierpark-Besucher die Tiere zu Gesicht bekommen, wird es wohl noch einige Tage dauern.

Riesenkänguru Jungtiere
Endlich angekommen: Die Grauen Riesenkängurus hoppeln seit Freitag durch ihr neues Haus. Bildrechte: MDR/Uwe Walter

In Görlitz haben im Naturschutz-Tierpark am Morgen die Grauen Riesenkängurus ihr neues Gehege bezogen. Eigentlich hätte der Umzug schon viel stattfinden sollen: Der 160.000 Euro teure Neubau wartet bereits seit Montag auf seine tierischen Bewohner. Immer wieder hatte der Tierpark aufgrund der Hitze den Umzug aus der Quarantäne in das neue Gehege verschoben. "Wir wollten den Tieren Stress ersparen", sagt Kuratorin Catrin Hammer.

Wochenlange Vorbereitungen

Umzug Riesenkängurus
Bildrechte: Naturschutz-Tierpark Görlitz

Darum wurde auch schon Wochen vorher gründlich geübt: 14 Tage lang waren die Grauen Riesen an die mannshohen Transportkisten gewöhnt worden, indem sie in den Kisten gefüttert wurden. Am Freitagmorgen gegen sieben Uhr fielen dann bei der Fütterung die Schieber. Die Tiere waren gefangen.

"Es hat wunderbar geklappt, wir sind zufrieden und glücklich, denn bei Tieren passiert immer etwas Unvorgesehenes", strahlt nach dem Umzug Catrin Hammer. "Nur die Männer haben sich in den Kisten aufgeführt und gegen die Bretter getreten und geboxt." Die zwei Männchen waren zusammen mit zwei Jungtieren und deren Müttern unterwegs.

Das Östliche Graue Riesenkänguru Die Östlichen Grauen Riesenkängurus sind stattliche Tiere, die ursprünglich aus Australien und Tasmanien stammen. Die Männchen werden rund 1,70 Meter groß und bringen ein Kampfgewicht von 60 Kilogramm auf die Waage. Die Damen sind kleiner und zarter und wiegen knapp die Hälfte.

Umzug Riesenkängurus
Bildrechte: Naturschutz-Tierpark Görlitz

Bis die Tierpark-Besucher die Grauen Riesenkängurus in ihrer neuen Umgebung bestaunen können, werden nun noch ein paar Wochen vergehen. Denn bis zum Mittwoch bleiben die Kängurus nach Angaben der Tierpark-Leitung auf jeden Fall noch zur Eingewöhnung im Haus.

Im neuen Domizil können auch die Tierpfleger ihre Schützlinge derzeit nur durch Gucklöcher beobachten, denn alle Scheiben wurden mit Farbe blickdicht gemacht. "Kängurus sind Fluchttiere und wenn sie sich erschrecken, hüpfen sie kopflos davon. Genickbrüche sind dann keine Seltenheit", erklärt Tierparkchef Sven Hammer.

Um Verletzungen zu vermeiden, hat der Tierpark die Zäune im Innen- und Außengehege mit Baubändern und Ästen gekennzeichnet. Gefährliche Ecken wurden mit Decken gepolstert. Doch schon der Umzugstag zeigt: Die Riesenkängurus hoppeln entspannt durch ihr neues Zuhause. Vor allem die Jungtiere sind neugierig und gucken in jede Ecke.

Begehbares Gehege für Besucher ab September

Wahrscheinlich ab Mittwoch werden die Kängurus in das Freiluftgehege hopsen, welches auf dem Gelände der ehemaligen Hirschanlage entstanden ist. Nach der Eingewöhnung der Beuteltiere in rund vier Wochen dürfen auch Besucher das Gehege der Riesenkängurus betreten. "Auge in Auge mit einem Grauen Riesen", grinst der Tierparkchef. Diese Anlage ist das erste begehbare Gehege mit Riesenkängurus in Deutschland. Die Idee dafür stammt aus Tasmanien.

Quelle: MDR/uw

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.08.2018 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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In einer Hand mit Baumwollhandschuh liegen Münzen.
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Zuletzt aktualisiert: 10. August 2018, 15:43 Uhr

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