Kohlebagger
Das Kraftwerk Turòw soll weitere 25 Jahre in Betrieb sein. Dafür plant der Energiekonzern PGE eine Erweiterung. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

19.09.2019 | 21:46 Kohleausstieg in der Lausitz - Grubenerweiterung in Polen?

In Deutschland soll mit der Kohleverstromung ab 2038 endgültig Schluss sein. Ganz anders bei unseren polnischen Nachbarn. Dort soll nämlich bei Bogatynia, in der Nähe von Zittau, eine gigantische Kohlegrube noch erweitert werden.

Kohlebagger
Das Kraftwerk Turòw soll weitere 25 Jahre in Betrieb sein. Dafür plant der Energiekonzern PGE eine Erweiterung. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Tagebau Turów versorgt das nahegelegene Kraftwerk mit Braunkohle. Die vom polnischen Energiekonzern PGE betriebene Anlage liegt beim CO2-Ausstoß auf Platz 8 in Europa. Doch der Betreiber will erweitern, nicht nur in der Breite sondern auch bis zu einer Tiefe von knapp 300 Metern. Dadurch soll das Kraftwerk weitere 25 Jahre in Betrieb bleiben.

Anwohner befürchten Umweltschäden

Durch die Erweiterung des Kraftwerks befürchten Anwohner der Grenzregion in Nordböhmen und Ostsachsen erhebliche Umweltschäden. Die Stadt Zittau hat den Tagebau direkt vor der Haustür. Deshalb haben auch Zittauer die Anhörung beim polnischen Narbarn heute genutzt, um ihre Bedenken deutlich zu machen. "Wir haben schon Senkungen", berichtet Horst Schiermeyer vom Stadt- und Regionalverband Zittau. "Auch bei meinem Gebäude in der Altstadt ist das seit letztem Jahr so."

Quelle: MDR/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR Sachsenspiegel | 19.09.2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. September 2019, 21:45 Uhr

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