Kind mit Geige
Ein Mädchen spielt Geige. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox.de

17.06.2019 | 16:23 Uhr Löbau: Tarifverhandlungen an Kreismusikschule Dreiländereck stocken

Kind mit Geige
Ein Mädchen spielt Geige. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox.de

Die Tarifverhandlungen für einen Haustarifvertrag an der Kreismusikschule Dreiländereck in Löbau stecken fest. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, wurden die Gespräche zwischen der Geschäftsführung der kommunalen Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft und der Gewerkschaft am Montag nach nur 30 Minuten abgebrochen.

Die Arbeitgeberseite habe kein anderes Mandat, als bereits in der vierten Verhandlungsrunde angeboten wurde, hieß es von Verdi. Dieses Angebot in Höhe von 80 Prozent des geltenden Flächentarifvertrages, der auch für öffentliche Musikschulen gilt, hatte Verdi nach eigenen Angaben als nicht verhandlungsfähig abgelehnt. Als Kompromissvorschlag hatte die Gewerkschaft demnach angeboten, im Haustarifvertrag zunächst 92 Prozent des Tarifs zu vereinbaren. Die Differenz sollte dann bis 2024 schrittweise angeglichen werden.

Verdi-Verhandlungsführer Michael Kopp sagte, den Musikschullehrern im Jahr 2019 eine untertarifliche Bezahlung von 20 Prozent anzubieten sei "eine Zumutung". Es zeige mangelnde Wertschätzung für die Arbeit der Lehrkräfte.

Landkreis bedauert abgebrochene Gespräche

Der Landkreis Görlitz bestätigte die abgebrochenen Gespräche. Der Erste Beigeordnete des Landkreises, Thomas Gampe, sagte zum Entgelt für die Beschäftigten sei zwischen den Vertragspartnern keine Einigung erzielt worden, sodass die Gewerkschaftsseite die Tarifgespräche am Montag für beendet erklärt habe. Seitens der Arbeitsgeber habe "diesbezüglich ein Angebot auf dem Tisch gelegen, was für die Mitarbeiter der Musikschule einen deutlichen Zuwachs der Entgelte sowie eine zukünftige Dynamisierung der Entlohnung vorsah". Das Gesamtpaket habe Mehrkosten in Höhe von jährlich 100.000 Euro bedeutet, was einem durchschnittlichen Gehaltszuwachs von über acht Prozent für die Beschäftigten entspreche. Gampe bezeichnete die Haltung der Gewerkschaft als "bedauerlich".

Seit März dieses Jahres laufen zwischen der Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft und Verdi Tarifverhandlungen. In den Gesprächen wurden demnach verschiedene Themenbereiche besprochen, so die betriebliche Altersversorgung, die Übernahme der Eingruppierung der Musikschullehrer nach Tarifvertrag Öffentlicher Dienst sowie die Höhe der Entgelte für die Beschäftigten.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.06.2019 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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