Kängurus
Bennett-Kängurus leben seit 2015 im Tierpark von Weißwasser. Bildrechte: LausitzNews

Unerfreulicher Besuch Fuchs dezimiert Känguru-Bestand im Tierpark Weißwasser

Gleich zwei Nächte hintereinander haben Mitarbeiter des Tierparks von Weißwasser eine hässliche Entdeckung gemacht. Im Kängurugehege fanden sie gerissene Tiere. Die Spuren vor Ort deuten aber nicht auf einen Wolf hin.

Kängurus
Bennett-Kängurus leben seit 2015 im Tierpark von Weißwasser. Bildrechte: LausitzNews

Der Tierpark in Weißwasser hat einen herben Verlust zu beklagen. Am Samstagmorgen meldete ein Tierpfleger der Polizei, dass in der letzten Nacht ein sowie in der Nacht zuvor zwei Kängurus tot im Gehege gefunden wurden. Allem Anschein nach wurden die Tiere gerissen. "Den Spuren nach zu urteilen, muss es ein ziemlich kapitaler Fuchs gewesen sein", sagte Tierparkchef Gert Emmrich MDR SACHSEN. Diesen Verdacht bestätigten ihm auch Experten des Forstamtes vom Landkreis Görlitz, die sich den Schaden vor Ort ansahen. Dass der Riss auf die Kappe eines Wolfes geht, hält Emmrich hingegen für unwahrscheinlich.

Tierparks haben immer wieder mit wildernden Füchsen zu tun. In Weißwasser werden deshalb Enten und Störche nachts in den Stall gesperrt, so Emmrich. Bei der Känguru-Anlage schaltet sich abends der Elektrozaun als Schutz an. Nach den Rissen wurde die gesamte Elektroverdrahtung noch einmal durchgeprüft. Dabei seien zwei fehlerhafte Stellen entdeckt worden, die behoben werden. Im nächsten Schritt soll der Elektrozaun verstärkt werden. Bis das erfolgt ist, bleiben die letzten zwei Kängurus im sicheren Stall.

Holzhütte hinter Zaun
Bevor die Kängurus wieder ins Freigehege kommen, soll der Schutzzaun verstärkt werden. Bildrechte: LausitzNews

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.02.2019 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2019, 16:07 Uhr

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2 Kommentare

14.02.2019 13:28 Dietmar Röchow 2

Nun ist auch noch ein "Riesenfuchs" der Übeltäter. Für wie dumm halten Sie uns eigentlich.

12.02.2019 08:19 F. Klimke 1

Vielleicht sollte man sich mal mit dem Goldschakal befassen, der ist ja mittlerweile hier auch wunderbar heimisch und beim Rehwildriß beobachtet worden.
Das wäre dann ein "übergroßer" Fuchs.

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