Ein Wolf
Ein Wolf steht im Tier-Freigelände im Nationalpark Bayerischer Wald. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Kadaver auf Grundstück gefunden Geheimnis um toten Wolf in Jänkendorf gelüftet

Im Görlitzer Landkreis ist ein toter Wolf gefunden worden. Der Kadaver lag auf einem Grundstück in Jänkendorf, einem Ortsteil von Waldhufen. Der Anwohner verständigte die Polizei. Jetzt gibt es erste Erkenntnisse zur Todesursache.

Ein Wolf
Ein Wolf steht im Tier-Freigelände im Nationalpark Bayerischer Wald. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Der Wolf ist von einem anderen Tier gebissen worden und an den erlittenen schweren Verletzungen gestorben. Das hat die Untersuchung des Kadavers beim Leibniz-Institut für Zoo- und Wildforschung in Berlin ergeben. Wie die Görlitzer Kreissprecherin Julia Bjar MDR SACHSEN berichtet, schließen die Veterinäre eine Fremdeinwirkung durch Menschen aus. Nach Aussage des "Kontaktbüros Wölfe" in Rietschen starb der gefundene Rüde möglicherweise an den Folgen eines Kampfes mit einem Artgenossen. Der Fundort liegt im Grenzgebiet der Territorien des Königshainer Berge Rudels und des Nieskyer Rudels. Derzeit befinden sich die Wölfe in der Paarungszeit, sodass es vermehrt zu Revierstreitigkeiten kommt.

Am vergangenen Donnerstag war der Wolf entdeckt worden. Das Landeskriminalamt und das Wolfsbüro Lupus hatten sich des Falls angenommen und das tote Tier zur Begutachtung nach Berlin geschickt. In Deutschland stehen Wölfe unter Naturschutz. Wer sie erlegt, wird strafrechtlich verfolgt.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.02.2019 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2019, 10:30 Uhr

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10 Kommentare

28.02.2019 00:08 Natalie 10

Wenigstens etwas erfreuliches, dass der Mensch dieses Mal nicht seine Finger, oder besser gesagt, Gewehr im Spiel hatte.

27.02.2019 09:35 Arnold 9

Was für Kommentare im Deutschland des 21. Jahrhunderts. Ohne jegliche Empathie für Tier und Natur. Ich persönlich finde es mittelalterlich und ethisch absolut fragwürdig, das man als Mensch zur Freizeitbeschäftigung loszieht um einem anderen Lebewesen das Leben zu nehmen. Dabei gibt es doch so viele andere alternative Möglichkeiten zu zeigen das man der Größte ist. Ballerspiele am PC beispielsweise, da können dementsprechende Personen von früh bis abends alles abknallen was vors Blickfeld läuft.

26.02.2019 22:50 G.Schmitz an Marlies Borm 8

Wer finanziert Untersuchungen durch das Landeskriminalamt in Sachen Jagdwilderei?

A= Der Steuerzahler.
B= Der Tierkadaver.
C= Der Tod (ist umsonst, kostet aber das Leben).

26.02.2019 22:21 G.Schmitz an Spottdrossel 7

So gut kann kein Jagdgewehr sein.

Schauen Sie mal in den Bußgeldkatalog.

Kaufen Sie sich lieber ein schickes Auto, renovieren Ihre Hütte oder machen Sie eine Weltreise. Das Gewehr und die folgen zahlen sich nicht aus.

26.02.2019 19:01 Spottdrossel 6

Ein gutes Jagdgewehr sollte Abhilfe schaffen.

26.02.2019 18:43 aus Dresden 5

"Wer sie erlegt, wird strafrechtlich verfolgt."
Man muss die aktuelle Gesetzeslage immer im Blicke haben. Früher gab es für das Fell eines geschossehen Wolfes Thaler von der Obrigkeit. Wer jetzto einen Wolf schießt und das Fell zum Abkassieren zur Obrigkeit bringt, der darf selber zur Buße Thaler löhnen.

26.02.2019 12:16 Manni 4

Kommentar 2 ,das ist sehr lustig ,Sie haben aber recht ! Es wird bestimmt noch
schlimmer. Gibt es in den Wolfsrechtgesetzen überhaupt den Tatvorwurf des
Täterwolfes ? Jeder Wolf steht unter Naturschutz ,da ist die Rechtslage nicht
einfach ,aber wir haben ja ein gutes Rechtssystem ,laut Aussage der Mächtigen.

26.02.2019 10:38 Marlies Borm 3

Hat das LKA nichts andere zu tun, als sich um einen Tierkadaver zu kümmern?
Wer bezahlt das alles?

26.02.2019 07:49 Jewsharpe 2

Wenn das andere Tier ein Wolf gewesen ist, wie wird rechtlich damit umgegangen?
Vorschlag:
- Bildung einer Sonderkommision
- den Wolf Überwachen (vl. Markus Wolf?)
- Tatzenabdrücke EU weit in den Wolf-Ausweis einführen

25.02.2019 17:59 Paule 1

Interessanter Beitrag!

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