Bad Muskau Vandalismus im Fürst-Pückler-Park

Ein Schlossgarten aus der Vogelperspektive
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Wenige Tage vor einem Besuch von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (beide CDU) im Fürst-Pückler-Park haben Unbekannte in der Unesco-Weltkulturerbestätte randaliert.

Schadenshöhe bislang nicht beziffert

Wie erst am Sonntag bekannt wurde, stießen die Täter in den Nachtstunden zum Sonnabend Pflanzkübel um, traten Mülleimer ab und beschädigten Parkbänke, wie die Görlitzer Polizei mitteilte. Die Höhe des Sachschadens sei noch unklar. Grütters und Kretschmer wollen am Donnerstag, dem 20. August, in Bad Muskau zusammenkommen. Dabei soll unter anderem eine Absichtserklärung zur weiteren Förderung der Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau" unterzeichnet werden.

Schloss im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau
Schloss im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau Bildrechte: MDR KLASSIK

Polnisch-sächsischer Landschaftspark seit 2004 Unesco-Weltkulturerbe

Der Landschaftspark war zwischen 1815 und 1844 von Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785 - 1871) zu beiden Ufern des Grenzflusses Neiße angelegt worden. Das Gartenkunstwerk erstreckt sich über eine Fläche von rund 830 Hektar und liegt seit der Grenzziehung 1945 zu zwei Dritteln auf polnischem Boden. 2004 wurde dem Fürst-Pückler-Park als sächsisch-polnischem Projekt der Unesco-Weltkulturerbetitel verliehen.

Quelle: MDR/sw/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.08.2020 | ab 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

3 Kommentare

THOMAS H vor 10 Wochen

Ulf: "Wenn Jugendliche randalieren, so ist ...., dass sie sich gegen die Gesellschaft auflehnen." Warum dann aber mit Vandalismus, welcher die Gründe der Auflehnung nicht verdeutlicht, sondern nur matierellen und finanziellen Schaden hervorbringt? Wie soll die Gesellschaft etwas ändern, wenn diese Vandalen nicht kommunizieren (einfach gesagt, reden), was sie an der Gesellschaft stört oder über was sie sich ärgern?
In Bezug Entwicklungsphase, habe ich noch nicht gehört oder gelesen, daß die Zerstörung von Allgemeingut zur Entwicklung eines Menschen dazugehört.

Ulf vor 10 Wochen

Wenn Jugendliche randalieren, so ist dies auch ein Zeichen dafür, dass sie sich gegen die Gesellschaft auflehnen. Es ist möglicherweise auch eine Entwicklungsphase. Deshalb müssen Jugendliche, welche derartige Delikte verüben, auch häufig zu Sozialstunden ableisten, wenn sie gefasst werden. Generell ist es richtig, wenn Vandalismusfälle differenziert betrachtet werden. Meistens reicht schon ein "Schuss vor den Bug", damit die Jugendlichen zur Besinnung kommen. Generell wäre es jedoch wünschenswert, wenn an Orten, wo es vermehrt zu Vandalismusvorfällen kommt, eine Videoüberwachung zumindest zeitweise durchgeführt werden würde, denn die Schäden muss die Allgemeinheit derzeit viel zu häufig tragen.

THOMAS H vor 10 Wochen

Diese Vandalen provozieren, eigentlich, mit ihren Taten doch geradezu die Rund um die Uhr Videoüberwachung, so daß diese Straftäter endlich überführt und entsprechend bestraft werden könnten. Leider wird dann wieder die "Kuscheltaktik" (schwere Kindheit, Alkohol, Drogen usw) angewendet und mit einem "DuDu - das macht man nicht", die Täter in die Gesellschaft zurückgeschickt.
Das wissen diese Vandalen und deshalb wird sich nichts ändern.

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