Polizist hält Polizeikelle
Bildrechte: IMAGO

Gefährliche Zustände auf der Autobahn Betrunkene, Rostlauben und Raser auf A4 Dresden-Görlitz

Mit drei Promille durch den Tunnel, mit faustgroßen Rostlöchern im Bus Jugendliche chauffiert, die Abgasanlage manipuliert, 76 km/h zu schnell - die Polizei hat derzeit auf der A4 eine Menge zu tun.

Polizist hält Polizeikelle
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Ein haltloser Brummi

Die Polizei hat auf der Autobahn 4 zwischen Dresden und Görlitz mehrere verkehrsgefährdende Fahrer und Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen. Besonders die Wochenmitte erwies sich als sehr arbeitsreich für die Beamten. Zunächst legte eine Streife Mittwochvormittag auf dem Parkplatz Rödertal einen Sattelschlepper still. An dem mit 23 Tonnen Stahl beladenen Anhänger waren die Bremsen kaputt und Rahmen mehrfach gerissen. Zudem war an der Zugmaschine die Abgasanlage für mehr Leistung manipuliert worden.

Durchblick an der falschen Stelle

Kurz darauf ging einer anderen Polizeistreife in der Nähe von Nieder Seifersdorf ein wahrer Seelenverkäufer ins Netz. Sie hielten den Reisebus an, nachdem er klappernd und ratternd an ihnen vorbeigefahren war - und trauten kaum ihren Augen: Die Bremsen funktionierten nicht richtig, an einem Reifen löste sich bereits die Lauffläche und beim tragenden Rahmen konnten die Kontrolleure durch faustgroße Löcher schauen. Für die Insassen, 57 Jugendliche auf dem Weg nach Dresden, wurde ein verkehrssicherer Ersatzbus organisiert.

Nicht nur Sprit im Tank

Zuviel getankt hatte ein 49-Jähriger, den die Autobahnpolizei zu seiner eigenen und der Sicherheit aller anderen Verkehrsteilnehmer am Mittag stoppte. Er hatte sein Auto im Schneckentempo und in Schlangenlinien durch den Tunnel Königshainer Berge in Richtung Dresden gesteuert. Ein Alkohol-Schnelltest ergab einen Wert von mehr als 2,7 Promille. Zudem durfte der volltrunkene Mann wegen eines behördlichen Verbots in Deutschland gar kein Kraftfahrzeug lenken.

"Überflieger" stören Nachtruhe

Zumindest zeitweise nicht mehr hinters Steuer darf der Fahrer eines Renault. Er war mit 156 Kilometern pro Stunde förmlich über die A4 bei Ludwigsdorf "geflogen" - erlaubt war allerdings nur Tempo 80. Sein Pech: Weil Anwohner sich zunehmend über nächtlichen Verkehrslärm beschwert hatten, kontrollierte die Polizei gerade die Geschwindigkeit. Rund 2.000 Fahrzeuge passierten in der Nacht zum Donnerstag die mobile Radarfalle - jedes vierte war dabei zu schnell. Knapp 200 Autos hatten dabei so viel Tempo drauf, dass den Lenkern mehr als nur ein Verwarngeld droht.

Quelle: MDR/stt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.10.2018 | ab 5:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2018, 18:41 Uhr

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