Folgen der Dürre in Sachsen Wassermangel: Talsperren in Bautzen und Quitzdorf nur noch knapp 60 Prozent gefüllt

Ein Strand am Badesee bei der Talsperre Bautzen.
Eine Badestelle an der Talsperre Bautzen Bildrechte: IMAGO

Die Wassersituation im Einzugsgebiet von Spree und Neiße bleibt nach Einschätzung der Umweltministerien in Sachsen und Brandenburg angespannt. Die Talsperre Quitzdorf sei leer und die Talsperre Bautzen nur noch zu knapp 60 Prozent gefüllt. Es fehle die durchschnittliche Niederschlagsmenge eines Jahres. Deshalb streben Sachsen und Brandenburg eine grundsätzliche Lösung der Lausitzer Wasserprobleme an.

Studie: Kann es gelingen Elbwasser in die Lausitz umzuleiten?

So soll bereits im laufenden Jahr mit der Erstellung einer Lausitzer Wasserstudie begonnen werden. Dafür stellt der Bundestag im ersten Anlauf 400.000 Euro für Forschungen bereit. Wissenschaftler sollen untersuchen, ob es Möglichkeiten gibt, Elbwasser dauerhaft in die Lausitz umzuleiten. Denn mit der Stilllegung der Lausitzer Braunkohlentagebaue sind auch künftig riesige Restlöcher zu fluten.

In 15 Jahren nutzt Polen das Neiße-Wasser für Befüllung der Braunkohle-Tagebau-Löcher

Die bisherige Möglichkeit Neißewasser zur Befüllung der Tagebaue zu nutzen, entfällt in spätestens 15 Jahren. Denn dann benötigt Polen das überschüssige Neiße-Wasser zur Renaturierung des Tagebaus Turow bei Zittau. Für die Wiederherstellung des Lausitzer Wasserhaushaltes sind nach Ansicht von Umweltfachleuten langfristig rund 10 Milliarden Euro nötig. Dabei handele es sich rund zur Hälfte um Folgekosten aus den Jahren vor 1989.

Quelle: MDR/kt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR Fernsehen | Sachsenspiegel | 10.08.2020 | 19:00 Uhr

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