Forschung Wasserstoff-Netzwerk Lausitz erhält 600.000 Euro vom Bund

Ein Zapf-Ventil von einer Wasserstoff-Tankstelle steckt im Tankstutzen eines Wasserstoffautos.
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Die Lausitz soll auch ohne Braunkohle eine Energieregion bleiben. Dazu stellt die Bundesregierung 600.000 Euro für die Erforschung der Wasserstofftechnologie bereit. Das Geld geht an ein länderübergreifendes Netzwerk in Sachsen und Brandenburg. Darin engagieren sich als Projektpartner die IHK Cottbus, der Verein Cebra und das Fraunhofer-Institut in Zittau, teilte die Industrie und Handelskammer am Mittwoch mit.

Wasserstoff als Jobmotor

Dem Wasserstoffnetzwerk gehören inzwischen knapp 100 Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen und Investoren an. Sie arbeiten an über 60 Projekt- und Produktideen. Im Kern geht es um die Serienherstellung sogenannter Elektrolyseure. Das sind Geräte, in denen mit Hilfe von Strom - hier vorzugsweise Öko-Strom – Stoffe umgewandelt werden, etwa Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Dieser Bereich könne zum Jobmotor werden, hatte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek kürzlich gesagt.  

Tankstellennetz und Ausbildung von Fachkräften

Unter anderem beteiligt sich das Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik in Zittau daran, Wasserstoffprojekte in der Lausitz zu starten und fachlich zu begleiten. Die Umsetzung erster Vorhaben läuft bereits. Am Siemens-Standort in Görlitz soll eine Fabrik für Wasserstoffkompenenten und ein internationales Zertifizierungszentrum für Wasserstofftechnologien entstehen. Ende 2022 sollen dort erste Anlagen in Betrieb gehen. Außerdem soll in der Lausitz ein Tankstellennetz für Wasserstoff aufgebaut werden. Auch die Ausbildung von Fachkräften in der Region ist geplant.

Quelle: MDR/mk/sth/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.01.2021 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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