07.02.2020 | 18:05 Uhr THW baut weitere Wildschweinbarrieren entlang der Neiße

THW errichtet an der Neiße Wildschweinzäune.
Bildrechte: Danilo Dittrich

Entlang der polnischen Grenze werden seit Freitag weitere rund 80 Kilometer Schwarzwild-Barrieren aufgebaut. Wie das Sozialministerium mitteilte, sind daran Teams des Technischen Hilfswerkes (THW) der Ortsverbände Bautzen, Görlitz, Zittau und Riesa beteiligt. Das Ministerium hatte zuvor ein Amtshilfeersuchen an das THW gestellt.

Der Einsatz des THW kam möglicherweise auf Druck des Landkreises Görlitz zustande. Wie Landrat Bernd Lange MDR SACHSEN sagte, trafen die für den Bau der Wildschweinbarrieren zugesagten Gelder nicht ein. Der Landkreis Görlitz habe deshalb die Arbeit an den Barrieren vorübergehend eingestellt.

Bildergalerie THW zieht 80 Kilometer Wildschweinzaun

Um den Schutzzaun gegen das Einwandern möglicher infizierter Wildschweine entlang der Neiße schneller zu bauen, ist seit Freitag das Technische Hilfswerk im Einsatz.

THW errichtet an der Neiße Wildschweinzäune.
Das Sozialministerium hat ein Amtshilfeersuchen an das THW gestellt. Bildrechte: Danilo Dittrich
THW errichtet an der Neiße Wildschweinzäune.
Das Sozialministerium hat ein Amtshilfeersuchen an das THW gestellt. Bildrechte: Danilo Dittrich
THW errichtet an der Neiße Wildschweinzäune.
Am Freitag rückten die Mitglieder aus, um den Bau des Schutzzauns voranzutreiben. Bildrechte: Danilo Dittrich
THW errichtet an der Neiße Wildschweinzäune
Stück für Stück arbeitet sich das THW voran. Bildrechte: André Schulze
THW errichtet an der Neiße Wildschweinzäune
"Gerade mit unseren Kernkompetenzen können wir auch im Bereich der Tierseuchenbekämpfung mithelfen", so das THW. Bildrechte: André Schulze
THW errichtet an der Neiße Wildschweinzäune.
Insgesamt sollen 128 Kilometer Zaun verbaut werden. Bildrechte: Danilo Dittrich
THW errichtet an der Neiße Wildschweinzäune
Bei Transport und Aufbau des elektrifizierten und mit einer Duftkomponente versehenen Zaunmaterials sind Teams der THW-Ortsverbände Bautzen, Görlitz, Zittau und Riesa beteiligt. Bildrechte: André Schulze
THW errichtet an der Neiße Wildschweinzäune
Die Abschnittsleitung und die logistische Versorgung liegt beim THW-Ortsverband Görlitz. Die Arbeitgeber der ehrenamtlichen Helfer erhalten für den Einsatz ihrer Mitarbeiter den Arbeitsausfall erstattet. Bildrechte: André Schulze
THW errichtet an der Neiße Wildschweinzäune
Sozialministerin Petra Köpping erklärte am Freitag: "Es ist für den Freistaat Sachsen und besonders für die Landwirte enorm wichtig, dass wir jede Maßnahme ergreifen, um den Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest zu erhöhen." Bildrechte: André Schulze
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Insgesamt 128 Kilometer langer Zaun geplant

Das sächsische Sozialministerium hatte am 21. Januar 2020 entschieden, entlang der gesamten Grenze zu Polen einen 128 Kilometer langen Zaun zu errichten. Damit soll verhindert werden, dass die in Polen grassierende Afrikanische Schweinepest über Wildschweine nach Deutschland übergreift. Die Kosten belaufen sich auf rund 250.000 Euro. Brandenburg hat seinen Zaun entlang der Grenze bereits fertiggestellt.

Größte Risikogruppe für eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Sachsen ist nach wie vor der Mensch. Deshalb appelliere ich erneut, auf Autobahnraststätten, Parkplätzen und auch sonst bei Aufenthalten im Wald keine Essensreste achtlos wegzuwerfen, sondern in geschlossenen Behältern zu entsorgen.

Petra Köpping Sozialministerin Sachsen

Keine Stallpflicht in den Landkreisen Bautzen und Görlitz

In den Landkreisen Bautzen und Görlitz wird es trotz der drohenden Afrikanischen Schweinepest vorerst keine Stallpflicht für Schweine geben. Das teilten die Landratsämter mit. Es gelte aber die Verfügung der Landesdirektion Sachsen. Demnach müssen Jäger jedes verendete und jedes krank erlegte Wildschwein sofort melden. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat als bisher einziger in Sachsen wegen der drohenden Seuche die Freilandhaltung von Schweinen verboten.

Quelle: MDR/dk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.02.2020 | ab 14:00 Uhr in den Nachrichten

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