10.07.2019 | 12:43 Uhr Gefundener Wolfswelpe findet Heimat im Wildpark Lüneburger Heide

Wolfswelpe bleibt im Wildpark
Bildrechte: Tanja Askani

Der kleine Wolfswelpe, der in der Oberlausitz gefunden wurde, wird nicht ausgewildert. Wie die Fachstelle Wolf des Landesumweltamtes Sachsen am Mittwoch in Dresden mitteilte, konnte für den Welpen eine Unterbringung im Wildpark Lüneburger Heide in Niedersachsen organisiert werden. Dort habe sich die kleine Wölfin inzwischen gut eingelebt.

Keine Hinweise auf das zugehörige Rudel

Am Pfingstmontag war der Welpe Spaziergängern in einem Waldgebiet zwischen Bautzen und Dresden zugelaufen. Sie informierten das sächsische Wolfsmanagement. Ein Mitarbeiter der Behörde brachte den Welpen in eine Auffangstation nach Görlitz, wo er medizinisch untersucht und versorgt wurde. Auch suchte man am Fundort nach Anhaltspunkten für das Rückzugsgebiet der Eltern sowie weiterer Geschwister der kleinen Wölfin. Jedoch gab es keine ausreichenden Hinweise auf ein Rudel in der Nähe.

Zu jung, um in freier Wildbahn zu überleben

Deshalb entschied man sich, das Tier in einem Wildgehege unterzubringen. "Da die kleine Wölfin zum Fundzeitpunkt erst drei bis vier Wochen alt war, wäre ein Überleben in freier Wildbahn ohne Anschluss an sein Rudel ausgeschlossen gewesen", heißt es dazu vom Landesumweltamt. Der Wildpark in der Lüneburger Heide habe Erfahrung in der Aufzucht von Wolfswelpen und mit dem Land Niedersachsen eine Kooperationsvereinbarung für die Aufnahme von Wölfen, die nicht mehr in die freie Natur entlassen werden können.

Die genetische Untersuchung ergab, dass der Welpe einer Fähe zugeordnet werden kann, die im Monitoringjahr 2018/19 im Bereich der Massenei nachgewiesen wurde. Als Vater kommt ein Rüde in Frage, der im Oktober 2018 im Bereich Stolpen/Hohnstein genetisch nachgewiesen wurde.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.07.2019 | ab 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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